Hongkong, 22. Juli 1893

Morgens begrüßte uns der übliche Regen, welcher mich jedoch nicht abhielt, ans Land zu gehen, wo ich, vom Zufall geleitet, in ein anatomisches Museum gelangte, um mich sehr bald zu überzeugen, dass diese Schaustellung ganz ebenso abstoßend, ja ekelerregend ist, wie Ähnliches in Europa. Die Betrachtung all der Scheußlichkeiten, die sich dem Besucher in derartigen Museen darbieten, bringt als unmittelbare Nachwirkung das erlösende Wohlbehagen an dem Anblick selbst der gleichgültigsten Dinge hervor, wenn dieselben nur nicht greulich und „grauslich“ sind.

Um mein beleidigtes ästhetisches Gefühl so rasch als möglich durch wohltuende Eindrücke zu versöhnen, betrat ich einen Laden, in welchem kunstindustrielle und allerlei sonstige Produkte aus Japan feilgeboten wurden. Obschon der Besuch dieses interessanten Landes noch bevorsteht, erwarb ich schon hier eine recht hübsche Kollektion charakteristischer Objekte, worunter namentlich Vasen, Lackwaren und Bronzen vertreten sind, nicht zu vergessen natürlich die reizenden Kimonos, die wir in der Operette „Mikado“ zu sehen gewohnt sind. Die Besitzer des Ladens, die Brüder Kuhn aus Ungarn, hatten sehr bald herausgefunden, wer wir seien, und erachteten es für nötig, uns wiederholt zu versichern, dass sie uns nicht übervorteilen würden.

Das tief empfundene Bedürfnis nach etwas frischerer Luft bewog uns, den Victoria Peak zu erklimmen. Vorerst besuchten wir noch ein nach amerikanischem Vorbild eingerichtetes, von Chinesen geleitetes Bar und schwankten dann in Palankinen auf den rüstigen Schultern eilender Kulis der Station bei der St. Johns-Kathedrale zu, von welcher aus eine Drahtseilbahn auf den Victoria Peak führt.

Die Engländer scheuen, wo immer sie Kolonien besitzen, weder Mühe noch Kosten, um den Komfort des Lebens zu steigern, den Aufenthalt so angenehm, mindestens so erträglich als möglich zu machen. Tausende der Söhne Albions ziehen alljährlich für lange Zeit, auch für immer hinaus in die Kolonien, wo Ersatz für mitunter recht trostlose Gegend, Abhilfe gegen schlimmes Klima, die Möglichkeit der Erholung nach des Tages Mühen geboten werden muss. Englische Energie versteht auf dem Gebiet der Ameliorierung und Assanierung Triumphe zu feiern, wofür Hongkong in mehr als einer Richtung einen hervorragenden Beleg bietet, so auch durch die auf den Höhen des Victoria Peak entstandene Kolonie, die ihre Anlage und Entwicklung jenem gesunden Verständnis und praktischen Bestreben verdankt. Der Gouverneur und andere Notabilitäten schlagen während eines großen Teiles des Jahres hier in komfortablen Villen ihre Wohnsitze auf, Angehörige der bewaffneten Macht finden in einem seit dem Jahre 1883 bestehenden Militär-Sanatorium Unterkunft und Erholung, und große Hotels bieten den Bewohnern Victorias die Möglichkeit, während der heißen Jahreszeit in luftiger Höhe zu hausen oder doch des Abends nach getaner Arbeit reinere, frischere Luft zu atmen. Wenn bleierne Schwüle über der Stadt lagert, fährt, wer immer nur kann, in den Abendstunden auf den Peak, um des Genusses teilhaftig zu werden, welchen ein Temperaturunterschied gegenüber Victoria von etwa 10° C zu gewähren vermag.

Der Victoria Peak hat ungemein steile Lehnen und fällt schroff zur Stadt ab; die Drahtseilbahn ist dieser Situation entsprechend kühn geführt, und hat, wenn sie auch nicht solche Steigungen wie etwa die Pilatus-Bahn aufweist, doch große Terrainschwierigkeiten zu überwinden, so dass sie als ein gelungenes Werk der Technik bezeichnet werden kann. Die Bahn zieht an den Abhängen des Victoria Peak durch das Villenviertel hinan, wo sich die reicheren Europäer in geschmackvollen, von reizenden Gärten umgebenen Landhäusern angenehme Wohnstätten geschaffen haben. Von einer Station ab, nächst einem anglikanischen Kirchlein, ist die Trace äußerst steil bis auf den Peak geführt. Während der Fahrt bietet sich ein Rundblick von seltener Pracht, der in dem Maß, als wir höher steigen, an Umfang und malerischer Schönheit gewinnt. Fast scheint es, als läge das Häusermeer Victorias senkrecht unter uns, und gedämpft, endlich kaum mehr wahrnehmbar dringt der das pulsierende Leben der großen Stadt begleitende Lärm an unser Ohr.

Wir klommen immer weiter empor, bis die Stadt und der Hafen mit den zahllosen Schiffen wie eine liliputanische Welt unter uns lagen und die stolze „Elisabeth“ die Dimensionen eines kleinen Schiffsmodelles angenommen zu haben schien. Von der Höhe schweifte der Blick weithin über das unendliche Meer, über alle Hongkong umsäumenden Eilande, über den Hafen, über die Stadt und das chinesische Festland, welches sich plastisch von einer dunklen Wolkenwand abhob. Die phantastisch-malerische Szenerie, die wir hier erschauten, glich in ihrer fesselnden Fremdartigkeit jenen kühn gedachten, den Reiz des Aparten atmenden Bildern, welche chinesische und japanische Künstler in Teppiche zu weben verstehen.

Leider konnten wir in dem Genuss des herrlichen Panoramas nicht lange schwelgen, da sich stürmischer Wind erhob, Nebel und Regen einherfegend, so dass die zauberhaften Bilder zu unseren Füßen bald verschwunden, wir selbst aber vom Unwetter umhüllt waren. Trotz dieser Unbill der Witterung fühlten wir uns da droben herrlich wohl, war es doch wieder einmal Bergesluft, die wir atmeten! Nur wer durch Monate in den tropischen Meeren gekreuzt hat, vermag die ganze Größe des Entzückens zu würdigen, das Bergeshöhe und frische Luft bieten. „Auf den Bergen wohnt die Freiheit“ — die Freiheit von lastender, drückender, ermattender Schwüle der Niederung, der Städte. Doch auch das Heimweh, welches den Reisenden auf so langer Fahrt nie ganz verlässt, wohnt auf den Bergen, und stärker als seit langem überkam es mich hier in luftiger Höhe. Die Gebirge der Heimat erhoben sich vor mir aus dem Ozean, und mir dünkte es, dass keine landschaftliche Szenerie der Welt schöner, herrlicher sein könne, als unsere österreichischen Berge.

Die Drahtseilbahn endet bei Victoria-Cap, jedoch nicht auf dem höchsten Punkt des Peak, dessen Spitze noch 70 m höher liegt und von einer Signalstation gekrönt wird. Auf halbem Weg nach dieser liegt das Mount Austin Hotel, welches, in riesigen Dimensionen angelegt und mit allem Komfort ausgestattet, nicht nur ständige Bewohner beherbergt, sondern allabendlich auch zahlreiche Europäer aufnimmt, die früh morgens wieder hinab zur Stadt fahren, ihrem Beruf zu obliegen. Wir feierten hier unsere Bergfahrt mit einem lukullischen Mahl, welches, wenngleich aus englischer Küche hervorgegangen, doch ganz schmackhaft war, und traten in fröhlicher Stimmung die Rückkehr nach dem in einem Lichtmeer erglänzenden Victoria an.

In Singapur hatte ich infolge des Tropenfiebers, das mich befallen, unterlassen müssen, ein chinesisches Theater zu besuchen, und wollte daher hier in Hongkong dieses Versäumnis nachholen; doch fanden wir bei allen Kunsttempeln, wo wir der Reihe nach vorfuhren, leider verschlossene Pforten; wir hatten eben nicht bedacht, dass heute Samstag war, an welchem Tage die strengen englischen Polizeivorschriften jede theatralische Aufführung untersagen.
Wir benützten somit die Zeit, um eine der zahlreichen Opiumhöhlen zu besuchen. Im Gegensatz zu Indien, wo Opium meist in Form von Pillen oder in flüssiger Lösung genossen wird, bildet in China das Rauchen von Opium die Regel. Während man behauptet, dass der in Indien übliche Genuss von Opium im Stande sei, eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach sich zu ziehen, den Mut zu erhöhen und Krankheiten hintanzuhalten, — wenn überhaupt, so dürften diese Wirkungen wohl nur infolge geringer Dosen und bloß anfänglich eintreten — werden dem Rauchen von Opium nur üble Folgen nachgesagt. Bei unserem Eintritt in die auserwählte Höhle war es noch zu früh an der Zeit, um den eigentlichen Opiumrausch beobachten zu können; immerhin befanden sich die Raucher bereits im Vorbereitungsstadium. Der Opiumraucher braucht, um sich in den Zustand der ersehnten Betäubung zu versetzen, mehrere Pfeifen, die er in gewissen, durch Tabakrauchen oder träumerisches Nichtstun ausgefüllten Pausen schmaucht.

Der enge Raum enthielt hölzerne Lagerstätten, — „Pritschen“ — deren jede mit einem aus Holz oder aus Ton gefertigten niedrigen Gestell ausgestattet ist, welches als Kissen dient.

Halbnackte Männer waren auf diesen nichts weniger als üppigen Ruhebetten hingestreckt, und jeder hatte die zum Opiumrauchen erforderlichen Utensilien neben sich, vor allem die Pfeife, welche stets aus einem Bambusrohr und dem konischen Pfeifenkopfe besteht, an dem eine kleine, zur Aufnahme des Opiums bestimmte Öffnung angebracht ist. Vor jedem Raucher steht ein mit einer kleinen Lampe versehenes und mit dem dickflüssigen Opium gefülltes Gefäß, aus welchem der Raucher eine Dosis auf die Öffnung der Pfeife legt, die er an der Lampe in Brand setzt, um den betäubenden Duft in langen Zügen einzusaugen. Dies wiederholt sich, bis die gewünschte Wirkung eintritt und der Raucher der Wirklichkeit mit allen Sorgen, allem Elend entrückt ist, ein Traumleben ihn umfangen hält, entzückende Bilder ihn umgaukeln, er in Genüssen aller Art schwelgt, jeglicher seiner Wünsche ihm in Erfüllung gegangen ist. Aber um welchen Preis vollzieht sich die kurze Flucht aus dem irdischen Jammertal in ein Land süßen Träumens? Gespenstern gleich, mit abgezehrten Leibern, hohlem, stierem Blick, bleichen Wangen und Lippen, wandeln die Opiumraucher einem frühen Ende entgegen. Die vor uns hingestreckten Raucher waren erst bei ihrer dritten oder vierten Pfeife angelangt, trugen aber ohne Ausnahme in ihren Gesichtszügen den Stempel ihrer schrecklichen Verirrung zur Schau, ja ein Unseliger war bereits in das ersehnte Elysium entrückt — er lag im Zustand vollkommener Bewusstlosigkeit auf dem Altane des Hauses.

Es findet sich übrigens auch die Ansicht vertreten, dass nicht bei allen Rauchern die Folgen des Opiumgenusses in jener verhängnisvollen Art eintreten, welche man als Regel anzunehmen gewohnt ist, und die wir hier vor uns sahen; der Grad der nachteiligen Wirkung soll wesentlich von der Leidenschaftlichkeit abhängen, mit welcher das Opfer des Opiums dem Genuss dieses narkotischen Mittels sich hingibt. Hieraus wird auch der Schluss gezogen, dass die Beförderung des Opiumhandels und die fiskalische Ausnützung des Opiums sich vor dem Forum der Moral als nichts Schlimmeres und als nichts anderes darstellen, denn die Begünstigung des Handels mit Brantwein und dessen Behandlung als Steuerquelle. Wie dem auch sei, was ich in dieser Höhle gesehen, ließ mir das Opiumrauchen als eine der beklagenswertesten menschlichen Verirrungen erscheinen. Die in dem dumpfen Raum herrschende Temperatur, die scheußliche Ausdünstung der zusammengepferchten Menschen, physischer Ekel und moralischer Abscheu trieben uns bald wieder ins Freie.

Ein weiterer Rundgang durch die Höhlen des Lasters in den Vierteln des blühenden Nachtlebens wirkte bald so anwidernd, dass ich schleunig an Bord zurückkehrte.

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  • Ort: Hongkong
  • ANNO – am 22.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater macht Sommerpause bis zum 15. September, während das k.u.k. Hof-Operntheater ein Ballet „Die goldene Märchenwelt“ aufführt.

Hongkong, 22 July 1893

In the morning we were greeted by the usual rain which did not stop me to go on land where I happened to come to an anatomical museum by chance. I soon was convinced that these presentations are as abhorrent as similar ones in Europe. The sight of all these horrors that are presented to the visitor in these museums creates as an after-effect the releasing good feeling when seeing the most common things as long as they are not hideous or abominable.

To improve my affronted aesthetic sensibilities as quickly as possible by pleasant impressions I stepped into a shop which offered artful and all kinds of other products from Japan. Even though the visit of this interesting country was still pending, I already bought here a nice collection of characteristic objects among them namely vases, lacquerware and bronzes and not to be forgotten, the delightful kimonos that we are used to see in the operetta „Mikado„. The shop owners, the brothers Kuhn from Hungary, had soon discerned who we were and seemed to find it repeatedly necessary to assure me that they would not try to take advantage from me.

The deeply felt need for a bit of fresher air made us climb Victoria Peak. At first we visited a Chinese managed bar modelled on the American type and then weaved in palanquin on the spry shoulders of rushing coolies to the station at St. John’s Cathedral from where a funicular railway led to Victoria Peak.

The English spare no effort or cost to improve the comfort of life where ever they own colonies in order to make the stay as agreeable or at least as tolerable as possible. Thousands of the sons of Albion venture out each year for a long time, sometimes forever, into the colonies where relief from the sometimes quite bleak territory, assistance against adverse climates, the possibility of recovery after a day’s toil has to be provided. English energy has been known for being triumphant in ameliorating and refurbishment. Hongkong is in more than one way an excellent example for it, so too is the colony created on the heights of Victoria Peak that owes its existence and development to such a healthy understanding and practical endeavor. The governor and other dignitaries have their domicile here for a good part of the year in comfortable villas. Members of the armed forces recover in a military sanatorium built in 1883 and large hotels offer the possibility to the inhabitants of Victoria to stay in airy heights during the hot season or to breathe in fresher air in the evening after the daily work has been completed. When dull mugginess is laying over the city, all who can will drive to the Peak during the evening hours to partake in the enjoyment of the difference in temperature of about 10° C in comparison to Victoria.

Victoria Peak has extremely steep slopes and drops abruptly down to the city. The funicular railway’s tracks are laid as audaciously as this situation demands and has to surpass great terrain obstacles even if not such slopes as on the Pilatus railway. It therefore can be justly called a marvel of technology. The railway ascends the slopes of Victoria Peak through the villa quarter where the richer Europeans have created agreeable places to live in their tasteful country mansions surrounded by delightful gardens. From the station next to a small Anglican church the trace is extremely steep up to the Peak. During the journey one has a panoramic view of rare beauty which increases in splendor in scope and picturesque beauty the higher we ascend. It nearly seemed like the sea of houses of Victoria was vertically below us and muffled, finally barely perceptible the accompanying noise of a pulsating life of the great city reaches our ear.

We ascended ever higher up until the city and the harbor with its countless ships lay below us like a Liliputian world and the proud „Elisabeth“ seemed to have been reduced to the dimensions of a small ship model. From the heights our glances swept far over the infinite sea and all surrounding islands of Hongkong, the harbor, the city and the Chinese mainland which was plastically highlighted in front of a dark wall of clouds. The fantastic picturesque landscape we were marvelling about here looked in their attractive strangeness like those audaciously imagined images that contain the fancy allure that Chinese  and Japanese artists know to weave into their rugs.

Unfortunately we could not enjoy the view of this splendid panorama for long as a rainstorm was growing. Pushing fog and rain toward us, it soon made the magical images at our feet disappear, and we were in the midst of the rainstorm. Despite the bad weather we felt quite comfortable up there as we could for once breathe in mountain air! Only somebody who has spent months in the tropical seas may appreciate the full greatness of the delight offered by mountain heights and fresh air. „Freedom dwells in the mountains“ — the freedom from the oppressive, tiring mugginess of the low lands, of the cities. But homesickness too which never fully leaves a traveller on such a long journey also dwells on the mountains and stronger than for a long time it affected me in these airy heights.The mountains of home rose in front of me out of the ocean and it seemed to me that no landscape was more gorgeous than our Austrian mountains.

The funicular railway ends at Victoria Cap, but not at the highest point of the Peak whose top still extends 70 m higher and is crowned by a signal station. Halfway there lies Mount Austin Hotel whose giant dimensions and equipped with all comforts does not only host permanent guests but also numerous Europeans in the evening who drive down to the city in the morning to engage in their professions. We celebrated our mountain trip with a Lucullan meal which was quite tasty, even if produced from English cooking, and made the return trip in a happy mood to Victoria which was illuminated in a sea of lights.

In Singapore I could not visit a Chinese theater due to my tropical fever that had taken hold on me. I therefore wanted to make good this lapse in Hongkong. But we found all art houses, we drove to one after another, unfortunately closed. We plainly did not consider that it was Saturday, a day the severe English police instructions prohibited any theatrical performances.

We therefore used the time to visit one of the numerous opium dens. In contrast to India where opium is generally consumed in forms of pills or as a liquid solution, in China it is customary to smoke opium. While it is proclaimed that the usual consumption of opium in India is said to increase the body’s performance and courage and prevent diseases — if at all, these effects must be due to the low dosage and only at the beginning — only negative effects are known about the smoking of opium. When we entered into the selected den it was still to early to observe the actual opium intoxication. At least the smokers were already in the preparatory stages. The opium smoker requires multiple pipes to obtain the desired state of intoxication which he smokes in certain pauses filled with smoking tobacco or dreaming idleness.

The narrow room contained wooden beds — „cots“ — each of which had a low mount made out of wood or clay to serve as a pillow.

Half-naked men lay extended on the no less than luxurious daybeds and each had the tools for smoking opium at his side, especially the pipe which always consists of a bamboo tube and the conical pipe head that has a small opening for putting the opium inside. In front of each smoker also sits a vessel filled with viscous opium and a small lamp. The smoker puts a portion on the opening of the pipe which he lights up with the lamp in order to breathe in the intoxicating scent in long puffs. This is repeated until the desired effect is achieved and the smoker is carried away from reality with all its worries and all its misery and caught in a dream world, surrounded by delightful illusionary images in which he enjoys pleasures of all kind and all his desires are fulfilled. But at which price does this short flight from earthly misery into a land of sweet dreams come? Like ghosts with haggard bodies, fixed stares, pallid cheeks and lips the opium smokers stumble to an early death. The smokers laying in front of us had only reached their third or fourth pipe but their facial expressions showed without exception the mark of a horrible aberration, one of the miserable men had even reached the desired Elysium — he lay unconscious on the balcony of the house.

There exist by the way also opinions that not all smokers will suffer the fatal consequences from consuming opium that one is used to accept as a general rule and that we could witness in front of us. The level of negative effects is said to be considerably dependent on the passion with which the victim gives in during the consumption of opium, to the pleasure of this narcotic agent. From this it is concluded that the promotion of the opium trade and the fiscal exploitation of opium is not worse in terms of morality than the promotion of trade of spirits and its use as a source of tax income. Whether this is right, what I have seen in this den, gave me the impression that smoking opium is one of the most lamentable human aberrations. The prevalent temperature in the dull room, the horrible perspirations of the penned up humans, physical disgust and moral repugnance soon drove us out into the open air.

Another tour of these dens of vice in these active night life quarters proved soon so nauseatic that I quickly returned on board.

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  • Location: Hongkong
  • ANNO – on 22.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is closed for summer until 15 September. The k.u.k. Hof-Operntheater is performing a ballet „Die goldene Märchenwelt“.

Hongkong, 21. Juli 1893

Nachts war der Wind eingelullt, so dass wir, ohne von einem Taifun heimgesucht worden zu sein, morgens um 2 Uhr das Leuchtfeuer von Gap Rock sichteten. Damit die „Elisabeth“ jedoch nicht vor Tagesanbruch in die Einfahrt des Hafens von Hongkong komme, wurde der dritte Kessel außer Betrieb gesetzt und liefen wir daher, erst als es lichter geworden, in den East Lamma Channel ein und an Green Island vorbei. Doch stieß dies auf Schwierigkeiten, da dichter Nebel über der See lag und wolkenbruchartige Böen niedergingen, wodurch der Ausblick so behindert war, dass wir kaum auf 100 m vor uns sehen konnten und oft mit halber Kraft fahren mussten. Die Berge, welche den Hafen umgeben, waren nicht zu ersehen; erst als wir den Mastenwald der vor Anker liegenden Schiffe und im Hintergrund Häuser der Stadt erblickten, zweifelten wir nicht mehr daran, dass wir tatsächlich in den Hafen von Hongkong eingelaufen waren.

Trotz des schlechten Wetters bot dieser — der drittgrößte Hafen der Welt, was die Anzahl der ein- und auslaufenden Schiffe sowie deren Tonnengehalt betrifft — ein imposantes Bild. Wir sahen hier Fahrzeuge aus aller Herren Ländern: eine gewaltige Flotte mächtiger Dampfer, welche, den Verkehr von und nach allen Weltgegenden vermittelnd, hier Waren aus- und einladen und sich für die Weiterfahrt mit Kohlen versehen; dazwischen allerhand Segelschiffe vom gewaltigen Viermaster bis zum kleinen Küstenfahrer; eine Reihe von Kriegsschiffen, worunter mehrere englische, und zwar die Kanonenboote „Daphne“ und „Plover“ sowie als Hafenwachschiff das gehulkte Linienschiff „Victor Emanuel“, welches einst als imposantes Schlachtschiff die Flagge Großbritanniens über die Meere getragen hatte, jetzt aber, abgetakelt und mit einem hölzernen Dach versehen, seine Tage beschaulich im Hafen beschließt; das portugiesische Transportschiff „Africa“, welches das Ende der Taifun-Saison hier abwartet, um dann eine größere Reise anzutreten; einige kleinere chinesische Kanonenboote und Zollwachschiffe. Ein ähnliches Ungetüm, wie das Hafenwachschiff, das gleichfalls gehulkte Linienschiff „Melanie“, dient als Garnisonsspital.

In der Regel ist die Zahl der in Hongkong vor Anker liegenden Kriegsfahrzeuge eine bedeutend größere, aber infolge der Komplikationen zwischen Frankreich und Siam waren mehrere Schiffe in den Golf von Siam beordert worden und wenige Tage vor unserer Ankunft dahin abgedampft.

Eine ebenso fremdartige als originelle Staffage bilden die vielen Hundert chinesischer Dschunken, welche mit dem unförmlichen Schiffskörper und den dreieckigen, meist schon sehr schadhaften und zerfetzten, dunklen Segeln den Hafen erfüllen, um sich vor dem Quai zu einem förmlichen Wall von Schiffen zu stauen. Mit dem unverhältnismäßig hohen Bug und dem verzierten, ebenfalls stark erhöhten Achterkastell erinnern diese Fahrzeuge an Abbildungen von Schiffen aus der Zeit der Armada. Die Geschicklichkeit, mit welcher die Dschunken trotz der scheinbaren Schwerfälligkeit durch das Labyrinth verankerter Schiffe lavieren und manövrieren, ist in hohem Grad bemerkenswert, und es gewährt viel Vergnügen, das lebhafte Treiben der Dschunken zu beobachten; man meint, dass alle Augenblicke eine derselben an einen großen Dampfer anfahren oder ein anderes Schiff rammen werde, aber ein im letzten Moment unternommenes flinkes Manöver beseitigt die Gefahr, und unbehindert wird die Fahrt fortgesetzt. Die Dschunken, welche zunächst nur für den Handel an der Küste und für den Fischfang bestimmt sind, wagen sich gleichwohl auch weit in die offene See hinaus, obschon sie zufolge ihrer Bauart den schweren Taifunen nicht gewachsen sind, so dass, wenn plötzlich ein derartiger Sturm sich erhebt, die von ihm überraschten Dschunken meist auch zugrunde gehen.

Wie Mücken schießen unzählige kleine Sampans und „Pantoffelboote“ im Hafen hin und her, während zahlreiche Dampfbarkassen eilfertig den Verkehr zwischen den Schiffen und dem Land vermitteln. Am Quai liegen nebst der Legion von Dschunken auch die großen Raddampfer vertäut, welche täglich zweimal Passagiere nach Kanton befördern.

Daran gewöhnt, dass die Eingeborenen der Länder, die wir gesehen, jede Tätigkeit mit wüstem Geschrei begleiten, staunten wir nicht wenig über die lautlose Ruhe, mit welcher die Bemannung der chinesischen Schiffe ihren Dienst versah. Dank dem strömenden Regen, sahen wir zum ersten Mal an den chinesischen Matrosen die eigentümliche Regenkleidung, bestehend aus einem langen, bis zu den Knien reichenden „Waterproof“ aus Schilfgras, an dem auch der stärkste Regen abfließt, und einem riesigen, runden Rohrhut, ungefähr von den Dimensionen eines Wagenrades, welcher die Dienste eines Parapluies versieht.

Die Kronkolonie besteht aus der Insel Hongkong selbst, den kleinen dazugehörigen Eilanden (Stone Cutters, Green, Applechow oder Aberdeen, Middle, Round Island etc.) — 1841 von China an England abgetreten — und aus dem im Norden der Insel Hongkong gelegenen, die südliche Hälfte der Halbinsel Kau-lung (Kowloong) bildenden Stückchen Festland, welches 1861 an England überlassen worden ist. Dieses ist von der Insel Hongkong durch einen etwa eine Seemeile breiten, an seinem Ostende, dem Lyemoon-Pass, aber auf kaum eine Viertelmeile sich verengenden Meeresarm getrennt, welcher eben den etwa sechs Seemeilen langen und ein bis drei Seemeilen breiten Hafen von Hongkong bildet.

Die Insel Hongkong ist ein von allen Seiten, insbesondere aber an der Südküste, wo die Buchten tief ins Land einschneiden, steil aufsteigender Granitstock mit engen Tälern und Schluchten. Die höchste Erhebung der zumeist kahlen, zerklüfteten Insel ist der im Westen befindliche Victoria Peak (556 m); am Fuße desselben und am Nordrand der Insel liegt die Stadt Victoria, gewöhnlich Hongkong genannt.

Die kommerzielle, finanzielle und politische Bedeutung Hongkongs, der östlichsten Besitzung Großbritanniens in Asien, insbesondere aber die Wichtigkeit, welche dieser Freihafen nicht nur für den chinesischen, sondern auch für den gesamten ostasiatischen Handel besitzt, zeugt neuerdings für den weiten Blick Englands in der Erwerbung von Stützpunkten für seinen maritimen Verkehr. Auch hier, wie in Gibraltar, haben die Briten sich einen Punkt zu sichern gewusst, dessen Gewinnung von weittragender Folge für die Entwickelung ihrer Handelsmarine begleitet war.

Ob Hongkong in landschaftlicher Hinsicht mit Gibraltar, ja wie manche wollen, mit Neapel vergleichbar ist, vermag ich nicht zu entscheiden, da mir diese beiden Häfen nicht bekannt sind, jedenfalls aber erschien mir der Hafen von Hongkong als einer der schönsten, welche ich bisher auf meiner Reise berührt hatte.

Die Stadt Victoria baut sich am Fuße des Victoria Peak amphitheatralisch auf; dem Strand entlang wird zunächst die etwa 7 km lange Linie des breiten, mit stattlichen Gebäuden besetzten, belebten Ouais, der Praya, sichtbar; jenseits desselben ziehen sich terrassenförmig die übrigen Teile der wohlgebauten Stadt die Abhänge des Victoria Peak hinan. Die unteren Terrassen sind mit großen Häuserblocks erfüllt; weiter hinauf steigen Villen und Gartenhäuser empor. Der leider häufig in Nebel gehüllte Peak, welchen eine Bergbahn mit der Stadt verbindet, blickt majestätisch herab auf das Grün der Villenstadt, auf das glänzende Weiß der palastartigen Bauten, auf den breiten Quai und das Leben im Hafen.

Im Norden des Hafens, auf der Halbinsel Kau-lung, befinden sich weitläufige Schiffahrts-Etablissements, Docks, Marine-Depots, Werften, Werkstätten, Kohlenmagazine, Kabelhäuser und die Sternwarte mit der meteorologischen Station, welche hier eine ganz besondere Bedeutung dadurch hat, dass sie zugleich als Signalisierungsposten für die im ostasiatischen Meere so häufigen Taifune dient. Sie steht mit den Hauptpunkten der chinesischen Küste sowie mit Manila in telegraphischer Verbindung und zieht gegebenen Falles die weithin sichtbaren Sturmsignale auf, deren Gestalt und Farbe die Richtung des herrschenden Taifuns anzeigt, was für die auslaufenden Schiffe einen höchst wichtigen Navigationsbehelf bildet. Bei unserer Ankunft fanden wir das Signal „Taifun Nordost“ gehisst und sahen dadurch unsere während der Fahrt nach Hongkong ausgesprochene Vermutung bestätigt.

Sowohl auf der Halbinsel Kau-lung als auch auf der Insel Hongkong umrahmen steile Höhen mit scharf ausgeprägten Formen das Bild. Auf dem Festland springen sofort die kahlen, mit rötlicher Erde überzogenen Flecken ins Auge, welche, auf den Lehnen und Hängen der Berge unregelmäßig vertheilt, weithin leuchten. Der Gebirgsstock der Insel Hongkong ist bis auf das Gestrüpp und den niedrigen Graswuchs der Schluchten und Wasserrinnsale von Natur aus völlig kahl, doch haben es die Engländer verstanden, namentlich im Villenviertel und in dem östlich von Victoria gelegenen Tal „Happy Valley“ einen Teil ihres Territoriums aufzuforsten und mit Parkanlagen auszustatten. Diese mit bedeutendem Arbeits- und Kostenaufwand hergestellte Melioration des Terrains ist durch die Wärme und Feuchtigkeit des Klimas während der Sommerszeit begünstigt, vielfach jedoch durch die Temperaturstürze im Winter beeinträchtigt gewesen. Aber auch hier hat systematische Kulturarbeit alle Hindernisse zu überwinden gewusst, so dass heute ein reizender Kranz von Parks und Gärten das Villenviertel von Victoria schmückt. Die Schaffung einer, wenn auch jetzt noch wenig umfangreichen Vegetationsdecke innerhalb dieses Territoriums ist zum Teil auch auf die Absicht zurückzuführen, hier günstigere sanitäre Bedingungen zu schaffen; denn tatsächlich ist das Klima Hongkongs ein recht ungesundes, wie sich aus der verhältnismäßig bedeutenden Sterblichkeit ergibt.

Dass trotz der ansehnlichen Zahl von Sterbefällen die Einwohnerschaft der Kronkolonie stetig wächst, ist auf die Chinesen zurückzuführen, welche den größten Teil der Bevölkerung bilden, während diese im übrigen nur etwa 10.000 Europäer und eine geringe Zahl Mischlinge aufweist.
Bei unserem Einlaufen in den Hafen ereignete sich ein aufregender Zwischenfall; wir fuhren nämlich ziemlich rasch zwischen den zahlreichen Dschunken und Dampfern hindurch, als plötzlich eine Störung an der Dampfsteuertransmission eintrat und diese den Dienst versagte, so dass das Schiff nach steuerbord ausbrach und ohne jede Steuerung geradewegs auf eine Menge verankerter Dschunken zufuhr. Gleichwohl gelang es, obschon wir uns bereits in so bedenklicher Nähe der Dschunken befanden, dass deren Bemannung Hilferufe ausstieß, jeden ernsteren Unfall dadurch zu verhindern, dass rechtzeitig beide Maschinen nach rückwärts arbeiteten und in voller Fahrt mit besonderer Schnelligkeit ein Anker geworfen wurde, der glücklicherweise Grund fasste und hielt.

Kaum war die Havarie des Steuerapparates beseitigt, so kam ein Seeoffizier an Bord, um uns den Ankerplatz anzuweisen, woselbst die „Elisabeth“ an die für das Flaggenschiff der englischen Escadre bestimmte Vertäuboje gelegt wurde.

Unmittelbar hierauf leisteten wir den Territorialsalut und, nach dessen Erwiderung, mit 13 Schüssen den Salut für den englischen Contreadmiral Palliser.

Nun begann ein förmlicher Sturm auf die „Elisabeth“, indem zahllose chinesische Geschäftsleute und Händler in ihren kleinen Booten an das Fallreep herandrängten, um so rasch als möglich an Bord zu gelangen; denn jeder wollte dem andern zuvorkommen, seine Waren anzupreisen und Geschäfte zu machen. Der gelbe Strom ergoss sich nach aufwärts, die finsteren Blicke und scheltenden Worte unseres ersten Lieutenants vermochten ihn nicht mehr einzudämmen. Die ersten, welche das Deck der „Elisabeth“ genommen hatten, waren zumeist ältliche Besitzerinnen von Waschetablissements, und jede derselben hatte als Hilfstruppe sechs bis acht junge, hübsche „Wäschermädel“ aufgeboten, die sich, wohl gewaschen, fein säuberlich schwarz gekleidet, recht niedlich ausnahmen und an Puppen erinnerten. Diese Dämchen entwickelten nun eine staunenerregende Fertigkeit in der Anpreisung der Leistungen ihrer Etablissements und überdies ebenso große Energie als Emanzipation; sie drangen geradewegs in alle Kabinen und entrissen den Bewohnern derselben unter Lachen und Scherzen die Wäsche, um diese, in Bündel geschnürt, in den Sampans verschwinden zu lassen. Überall im ganzen Schiffe trippelte die Schar umher, und erst nach geraumer Zeit gelang es unserem gestrengen Profoßen, die Schönen zur Rückkehr ans Land zu bewegen.

Dann trat das männliche Geschlecht in die Bresche, da Verkäufer der verschiedenartigsten chinesischen Produkte, Schneider, Schuster u. dgl. das Deck überschwemmten; diese eifrigen, bezopften Brüder erschienen mit einem ganzen Bündel belobender Zeugnisse versehen, worunter auch manche von Schiffen unserer Marine, wie von der „Fasana“, der „Saida“ und der „Zrinyi“, ausgestellt waren. Alle diese Geschäftsbeflissenen waren von einer fabelhaften Zudringlichkeit, die aber recht ergötzlich wirkte, weil sie von dem unglaublichsten Kauderwelsch der mannigfachsten Sprachen begleitet war. Einer der Händler, dessen Physiognomie an jene eines Fuchses gemahnte und sich durch den Ausdruck großer Schlauheit auszeichnete, war sogar der deutschen Sprache, welche er durch den Verkehr auf deutschen Kriegsschiffen erlernt hatte, so ziemlich mächtig, und dieser sprachkundige Chinese dankte einem Spassvogel den Namen „Bismarck“, den er nun selbst mit Vorliebe führte.

Auch Künstler kamen an Bord — Maler, welche ihr Geschäft sozusagen fabriksmäßig betreiben, indem sie binnen kürzester Frist nach Photographien Porträts in Lebensgröße herstellen, welche zwar meist nur die allgemeine Heiterkeit erregen, aber mitunter in einzelnen Zügen doch eine überraschende Ähnlichkeit mit den Originalen zeigen. Wir alle machten natürlich sofort Bestellungen, und einige Matrosen folgten dem Beispiel, so dass in einiger Zeit mancher „Carlo“ und „Beppo“ in chinesischer Auffassung den künstlerischen Schmuck dalmatinischer Fischerhütten bilden dürfte.

Das rege geschäftliche Leben, welches sich an Bord entwickelt hatte, fand nur zu bald ein Ende mit Schrecken durch einen tropischen Platzregen, der mit großer Heftigkeit niederging und mit kurzen Unterbrechungen beinahe den ganzen Tag währte; auch hatte sich der Nebel wieder verdichtet und die Aussicht gänzlich benommen, so dass sich der Aufenthalt an Bord recht ungemütlich gestaltete.

In diesem bösen Wetter kamen die Würdenträger, deren Uniformen und Zylinder durch den Gussregen arg mitgenommen wurden, um ihre Aufwartung an Bord zu machen, und zwar zuerst, da der Konsulargerent selbst abwesend war, der interimistische Leiter unseres Konsulates, Herr Ernst Goetz, dann der Contreadmiral Palliser und zum Schluss der Gouverneur Sir William Robinson, welcher um mein Wohl nicht weniger besorgt zu sein schien als sein Kollege in Singapur. Letzterer hatte seinerzeit angesichts der Cholera, die in Singapur herrschte, warnende Depeschen nach Calcutta gesandt, ersterer aber mir durch unser Ministerium des Äußern nach Sydney die Nachricht zukommen lassen, dass in Hongkong eine Blatternepidemie ausgebrochen und die tunlichste Abkürzung des Aufenthaltes rätlich sei. Ich war jedoch durchaus nicht geneigt, welcher Krankheit immer einen Einfluss auf meine Entschließungen einzuräumen und gar den Aufenthalt in Hongkong abzukürzen, den ich vielmehr zu verlängern beschloss. Andererseits lehnte ich aber im Hinblick auf das angeblich grassierende Übel, von dem tatsächlich nichts zu bemerken war, mit Dank alle Empfänge und Festlichkeiten ab, um niemand in Gefahr zu bringen oder in der Ruhe zu stören. Ich war eben von dem Eindruck nicht frei, als sei unsere Anwesenheit dem Gouverneur etwas unbequem, so dass wir durch Vorschützen der Blatternepidemie von dem Besuch Hongkongs abgehalten werden sollten.

Da Besuch Gegenbesuch bedingt, ging ich trotz strömenden Regens an Land, um Sir William Robinsons Visite zu erwidern, und war, nachdem ich einige Zeit hindurch im Palankin umhergetragen worden, — die Kulis, deren wir uns bedienten, hatten nicht sofort begriffen, wohin wir wollten — an Ort und Stelle. Ein wohlgepflegter Garten umgibt das Government House, von welchem sich ein prächtiger Ausblick auf Victoria und den mit Schiffen besäeten Hafen bietet. Hochgewachsene Sikhs hatten die Torwache am Palais bezogen; von den Engländern werden zur Versehung des Wach- und insbesondere des Polizeidienstes in Hongkong mit Vorliebe Inder verwendet, welche, mit dem hohen Turban versehen und dem Policeman-Stock bewehrt, achtunggebietend in den Straßen stehen, uns lebhaft an unsere Freunde von Dschodpur gemahnend. Als wir einem dieser Policemen, der uns durch seine Erscheinung besonders aufgefallen war, erzählten, dass wir Dschodpur sowie Pratap Singh und Hardschi Singh kennen gelernt hätten, leuchteten seine Augen vor Freude.

Die Polizei in Hongkong scheint in Versehung ihres Dienstes sehr streng zu sein, da man die Stöcke der Polizisten häufig in unsanfte Berührung mit dem Rücken oder dem rasierten Kopf eines Chinesen geraten sieht.

Eine der Hauptaufgaben der Polizei ist es, nachts an der Praya Aufsicht zu führen, weil es nicht selten vorgekommen sein soll, dass Europäer, welche, an Bord ihrer Schiffe zurückkehrend, sich hiezu der Sampans bedienten, spurlos verschwunden sind — wahrscheinlich von den chinesischen Ruderern ermordet, ausgeraubt und in die Tiefe des Meeres versenkt. Um die Wiederholung derartiger Verbrechen tunlichst zu verhindern, überwachen die Policemen den nächtlichen Verkehr am Quai und notieren die Nummer sowie die Abfahrtszeit jedes zu einer Fahrt gedungenen Sampans.

In den Straßen wimmelt es von den landesüblichen Verkehrsmitteln, deren es hier zwei Arten gibt, nämlich die uns von Singapur her schon bekannten Dschinrickschas, welche von Läufern fortbewegt werden, und Palankine oder Bambussessel, die vorzugsweise in steileren Straßen Verwendung finden und, auf den Schultern von Kulis ruhend, einherschwanken. Während die Läufer der Dschinrickschas an Schnelligkeit und Ausdauer ihren Berufsgenossen in Singapur nachstehen, setzen die Träger der Palankine und Bambussessel durch ihre Leistungsfähigkeit in Erstaunen; denn Stunde um Stunde tragen sie, in einer Art Schnellschritt dahineilend, ihre schwere Last umher und befördern dieselbe leichtfüßig selbst auf die höchst gelegenen Punkte Hongkongs. Auffallend ist hiebei, dass diese Träger keine besonders kräftig entwickelte Muskulatur zeigen, ihre Hälse hingegen eine oft komisch wirkende Länge erreichen, was mit der alltäglich viele Stunden währenden Belastung der Schultern zusammenhängen soll.

An jeder Landungsstelle wird der Bootsinsasse durch eine Horde von Kulis begrüßt, welche mit lautem Geschrei die Vorzüge ihrer Transportmittel anpreisen. Ist die Wahl zugunsten eines derselben getroffen, so setzen sich dessen Träger oder Lenker, meist ohne das Ziel der Wünsche des Fahrgastes begriffen zu haben, alsogleich in eiligsten Lauf, um den Passagier an einem beliebigen, entfernten Punkte der Stadt abzusetzen. Mühsam versucht sich hier der Fahrgast mit dem Kuli zu verständigen und letzteren über seinen Irrtum aufzuklären; endlich scheint dies gelungen, und in raschem Tempo geht es alsbald weiter, zuweilen freilich abermals in einer ganz falschen Direktion, bis der Kuli endlich an den richtigen Punkt gesteuert ist. Die Bekleidung dieser Läufer und Träger ist stets die gleiche, aus weiten, blauen Kniehosen, Jacken dieser Farbe und großen Hüten bestehende; reiche Leute haben ihre eigenen, in ihren Diensten stehenden Läufer und Träger, welche zumeist weiß gekleidet und mit Schärpen in den Farben ihrer Herren geschmückt sind.

Die Stadt Victoria besteht aus zwei Teilen, dem östlichen, welcher sich als der europäische, und dem westlichen, welcher sich als der chinesische darstellt, eine Scheidung, die übrigens keine durchgreifende ist; denn es finden sich ebensowohl im europäischen Stadtteil Häuser und namentlich Kaufläden, die Chinesen gehören, als im chinesischen Teil Häuser und Geschäftslokale von Europäern. Dem Fremden fallen zunächst die breiten, schönen Straßen auf, welche die Stadt in paralleler Richtung zur Praya und in terrassenförmiger Anordnung durchziehen, während die Quergassen, welche die Verbindung zwischen diesen Hauptstraßen herstellen, mitunter recht steil geführt sind. Überraschend ist die allenthalben herrschende Sauberkeit, worin die von den Engländern gehandhabte strenge Polizei erkennbar wird, die um so nötiger erscheint, als die Reinlichkeit nicht eben die Haupttugend der Chinesen bildet.

Im europäischen Viertel ist der Praya entlang eine ganze Reihe imponierender Gebäude erstanden, welche hauptsächlich der geschäftlichen Tätigkeit gewidmet sind, so die Comptoirs der Großhändler, die Banken, allerlei industrielle und kommerzielle Unternehmungen und die meisten Konsulate. In der Flucht dieser Bauten scheint sich mehr der Großhandel konzentriert zu haben, während in der unabsehbaren Reihe von Läden zu beiden Seiten der Queens Road, der ersten Parallelstraße zur Praya, der Detailhandel mit Gegenständen des Luxus, der Kunstindustrie und Kunst blüht und in friedlicher Konkurrenz Europäer mit Chinesen wetteifern. Dort wo die Peddar-Straße in die Queens Road einmündet, ragt der gewaltige Uhrturm, ein Wahrzeichen Hongkongs, empor. Groß ist die Anzahl der Kasernen, in deren Hofräumen schneeweiß adjustierte Mannschaften allerlei Exerzitien übten.

Dem Chinesen-Viertel, dessen Straßen mitunter so schmal sind, dass kaum zwei Menschen nebeneinander zu gehen vermögen, verleihen Tausende bunter Firmatafeln ein charakteristisches Gepräge; diese sind schmale, oft 3 bis 4 m lange Bretter, welche, in den grellsten Farben originell bemalt und dekoriert, senkrecht herabhängen und in chinesischen Schriftzeichen Anpreisungen der Firma enthalten. Bunte, mit Flittergold und künstlichen Blumen geschmückte Hausaltäre fehlen in keinem Laden, und zahllose, großbauchige Laternen und Lampions sind bestimmt, helles Licht auf das nächtliche Treiben in dem Chinesen-Viertel zu werfen. Dieses Licht wird, seiner spezifischen Beschaffenheit ungeachtet, durch das elektrische in den Schatten gestellt, welches in Hongkong allgemein eingeführt ist und im Chinesen-Viertel die durch die autochthone Beleuchtung hervorgerufene malerische Wirkung sehr empfindlich stört. Überall steht das Chinesentum im Vordergrund und drückt der Öffentlichkeit einen eigenartigen Stempel auf; es hebt sich hier viel lebhafter und plastischer ab als etwa in Singapur, da es in Hongkong doch den Hauptstock der Bevölkerung ausmacht, wiewohl auch noch manch andere Volkstypen das Kolorit des Straßenbildes vervollständigen.

Die wohlhabenden Chinesen sind in dem Gewühle leicht an den weißen Blousen mit den weiten, faltigen Ärmeln, sowie an den Beinkleidern von blauer Farbe, an den Strümpfen aus Leinwand und an den Schuhen aus Seide kenntlich. Die ärmeren Klassen der chinesischen Bevölkerung begnügen sich mit einfacherer Kleidung, wozu meist dunkelvioletter Perkail verwendet wird; viele Männer der unteren Schichten tragen den Oberkörper entblößt und gehen, gleich den Frauen der ärmeren Stände, barfuß. Der dem Chinesen unentbehrliche Fächer ist in steter Bewegung. Auffallend ist die große Anzahl von Söhnen des himmlischen Reiches, die sich mit Brillen bewehren, was seine Erklärung zum Teil darin findet, dass sich, wie man mir sagte, zahlreiche chinesische Elegants dieses Mittels bedienen, nicht etwa um ihrem Sehvermögen nachzuhelfen, als vielmehr um sich den Anschein von Literaten zu geben und so den Reiz des persönlichen Eindruckes zu erhöhen, also aus Stutzerhaftigkeit. Diese Erscheinungsform des Gigerltums dürfte wohl nur in China möglich sein.

Vornehmere Chinesen lassen ihren langen, beinahe bis zur Erde reichenden Zopf frei herabbaumeln, während die ärmeren denselben aufbinden; bei allen jedoch ist stets das Haupthaar bis in die Mitte des Kopfes rasiert. Der Zopf bildet den Stolz jedes Chinesen, und diesen etwa im Scherz an dem „Pig-tail“, wie die Engländer das Haarschwänzchen nennen, zupfen, hieße den Zopfträger arg beleidigen. Hat Mutter Natur das zur Herstellung dieses Schmuckes erforderliche lange Haupthaar versagt, so wird — tout comme chez nous — künstlich nachgeholfen, und zwar durch das Einflechten langer Seidenfäden. Übrigens trägt jeder Chinese eine Schnur im Zopf, die gewöhnlich von schwarzer, in Trauerfällen von weißer und bei Kindern von glückverheißender roter Farbe ist.

Chinesische Frauen sind, da sich deren Tagewerk vorzugsweise innerhalb der Mauern des Hauses abwickelt, auf der Straße nur in verhältnismäßig geringer Zahl zu sehen. An den Vertreterinnen höherer Stände kann man die eigentümlich verkrüppelten Füße beobachten, welche den garstigen, entenartigen Gang verursachen.

Jedermann in Hongkong widmet sich dem geschäftlichen Leben, alle Welt eilt in den Straßen, namentlich im Chinesen-Viertel, dem Erwerbe nach; da herrscht ein ununterbrochenes Hin- und Hereilen der sich drängenden Menge, welches zuweilen durch festliche Aufmärsche, durch Hochzeits- oder Leichenzüge gehemmt wird, deren Nahen das erschütternde Lärmen auf den unvermeidlichen Gongs schon von weitem verkündet.

In den kleineren, die parallelen Hauptstraßen durchquerenden Gassen sind die Kaufläden förmlich aneinandergeklebt, und in der Mitte dieser Verkehrsadern ambulante Garküchen etabliert, welche für Spottpreise Früchte und allerlei undefinierbare Speisen feilhalten. Der Chinese isst eben alles, und man könnte ein Buch über die Mannigfaltigkeit chinesischer Lebensmittel und Speisen sowie über die Bewunderungswürdigkeit des Magens der bezopften Brüder schreiben, welcher Dinge verträgt, die sich nicht selten in einem der Fäulnis nahe verwandten Zustand befinden. Der Lebensunterhalt stellt sich angesichts dieser Genügsamkeit in Bezug auf die Qualität der Esswaren ungemein wohlfeil, was der so zahlreichen Bevölkerung sehr zustatten kommt; für etwa zehn Kreuzer unserer Währung kann sich ein erwachsener Mann täglich vollkommen ausreichende Nahrung verschaffen.

Je weiter der Wanderer gegen Westen vordringt, um so zahlreichere Schankbuden, Opiumkneipen, Spielhäuser und andere Unterhaltungsorte zweifelhaftester Natur findet er, in welchen sich, als Versammlungsorten der Matrosen und Kulis, als Tummelplätzen der wildesten Leidenschaften, abends und nachts wüste Szenen abspielen.

Wenn die ärgste Hitze des Tages vorbei ist, etwa gegen 5 Uhr nachmittags, nimmt das Gewimmel und Gedränge in den Straßen einen bienenschwarmartigen Charakter an, alles geht, schiebt, stößt, drängt, eilt, läuft durcheinander, und der Fußgänger kommt bei Überquerung von Straßen nicht selten in Gefahr, von einem der zahlreichen heranstürmenden Rickschaläufer umgestoßen zu werden. Obgleich die Kulis sehr geschickt im Wenden und Ausweichen sind, widerfährt hie und da doch ein kleines Malheur, wie unser ebenso beliebter als beleibter Chefarzt bestätigen kann; denn sein Rickschaläufer vermochte das Vehikel infolge des nicht unerheblichen Körpergewichtes des Fahrgastes an einer abschüssigen Stelle nicht mehr zu bremsen und fuhr full pace in einen chinesischen Laden hinein, wo unser würdiger Chefarzt etwas unsanft mitten zwischen allen Waren abgesetzt wurde.

Bald da, bald dort angeregt und gefesselt durch fremdartige, lebendige Bilder und Scenen, betrat ich endlich, meiner Kauflust zu fröhnen, mehrere Läden, in welchen Artikel chinesischen Ursprunges feilgeboten wurden und sich immer dasselbe Spiel wiederholte. Des Feilschens war kein Ende, da die Verkäufer exorbitante Preise forderten, um dieselben nach einer halben Stunde zähen Handelns auf ein Drittel zu ermäßigen, worauf dann der Kauf perfekt werden konnte. Endlich war auch das Problem der zu entrichtenden Gesamtsumme vermittels längerer Kalkulation unter Benützung der Rechenmaschine glücklich gelöst, ein Einverständnis wegen Übersendung der erstandenen Schätze an Bord erzielt, und befriedigt konnte ich meine Schritte weiter lenken.

Trotz des Regens herrschte tagsüber wahrhaft drückende Schwüle, welche unausgesetztes Transpirieren bedingte; die fortwährend hohe, kaum einen Augenblick nachlassende Temperatur verleidet mitunter geradezu den Aufenthalt in diesen Breiten, da selbst die Nachtzeit häufig nicht bloß keine Linderung bringt, sondern die dumpfe Schwüle nur noch empfindlicher macht. Der Organismus fühlt sich ermattet, abgespannt; auch das lebhafteste Interesse für die sich darbietenden neuen Eindrücke erlahmt endlich unter dem Einflusse der Hitze, und wer sich verleiten lässt, Abkühlung im Genuss momentan erfrischender Getränke zu suchen, büßt dies nur zu bald durch eine gesteigerte Empfindlichkeit für die hohe Temperatur.

Die heißen Tage, deren auch wir in der Heimat während der „Hundstage“ uns erfreuen, sind in ihrer abspannenden Wirkung auch nicht annähernd mit jener der glühenden und dabei während der Regenzeit wassergeschwängerten Atmosphäre der Tropen zu vergleichen, so dass es mir für Kinder der gemäßigten Zone eine harte Aufgabe zu sein scheint, dauernd in den Tropen leben zu müssen. Unsere Konstitution, unser Wesen ist den tropischen Klimaten nicht angepasst; Geist und Körper verlieren die Spannkraft, deren wir für unser Wohlbefinden, für die volle Leistungsfähigkeit bedürfen; mich wenigstens würden die drückenden Temperaturen dieser Breiten auf die Länge melancholisch machen. Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von — heißen Tagen.

Den Abend verblieb ich an Bord, leider unter dem Eindruck einer argen Enttäuschung. Wir rechneten nämlich mit Sicherheit darauf, endlich in Hongkong, da wir ja doch schon fast vier Monate ohne Nachrichten aus der Heimat waren und alle unsere Hoffnungen auf diesen Hafen gesetzt hatten, die heiß ersehnten Postsendungen zu erhalten, erfuhren aber, dass Coudenhove auf der Fahrt nach Bangkok, wo er mit uns zusammentreffen sollte, die in Hongkong für uns bereits eingelangte umfangreiche Post in der löblichen Absicht mitgenommen hatte, uns ehestens in deren Besitz zu setzen.

Nun hieß es, sich bis zum Eintreffen Coudenhoves abermals in Geduld zu fassen, was jedoch leichter gesagt, als getan war; denn der Unwille über das postalische Missgeschick, welches uns so chronisch verfolgte, brach durch die besten Vorsätze hindurch und machte sich in lauten Verwünschungen Luft. Namentlich einer der Herren des Stabes, das Muster eines zärtlichen Ehemannes, der tagtäglich einen Brief für seine junge Frau schrieb, war ganz unglücklich. Wir vertrösteten ihn in anerkennender Bewunderung seiner Ausdauer, so gut es ging, mit der kühnen Versicherung, dass ihm die nächste Post eine Legion Briefe bringen werde.

Links

  • Ort: Hongkong
  • ANNO – am 21.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater macht Sommerpause bis zum 15. September, während das k.u.k. Hof-Operntheater Wiener Walzer und ein Ballet „Sonne und Erde“ aufführt.

Hongkong, 21 July 1893

During the night the wind had relented so that we saw the light beacon of Gap Rock at 2 o’clock in the morning without having been caught by a typhoon. In order to „Elisabeth“ arriving at the entrance to the harbor of Hongkong not before daybreak, the third boiler was taken out of operation and we thus only entered into East Lamma Channel past Green Island when it had already dawned. Still there were complications as thick fog lay over the sea and rainstorms were pouring down which obstructed the view so that we could barely see 100 m in front of us and had to drive at half speed. The mountains surrounding the harbor were not visible. Only when we could see the forest of masts of the anchoring ships and in the background the houses of the city we were no longer doubting that we had actually entered into the harbor of Hongkong.

Despite the bad weather, the harbor — the third largest in the world in terms of entering and departing number of ships as well as tonnage — offered an imposing view. We saw here vehicles from all around the world. A mighty fleet of great steam ships that handle the trafic between all the regions of the world, and here load and unload goods as well as stock coal for their onward journey. Between them all kinds of sailing ships from huge four-masted ships to tiny coastal ships. A number of warships among them multiple English ones, namely the gunboats „Daphne“ and „Plover“ as well as harbor guard ship, the hulked ship of the line „Victor Emanuel“ that once carried as an imposing battle ship the flag of Great Britain across the seas but now, unrigged and covered with a wooden roof, sees the end of its service in calm harbor duty. Also there were the Portuguese transport ship „Africa“ that is awaiting here the end of the typhoon season before starting a longer journey, some smaller Chinese gunboats and the customs ship. A similar monster like the harbor guard ship, the ship of the line „Melanie“ that was also hulked up served as a garrison hospital.

Usually the number of warships moored in Hongkong is considerably larger but due to the complications between France and Siam multiple ships had been ordered into the Gulf of Siam had steamed away a few days prior to our arrival.

An as strange as original background is presented by the many hundreds of Chinese junks that fill the harbor with their bulky ship hulls and the triangular and mostly already quite damaged and torn sails only to bunch together into a real wall of ships at the quay. Their disproportionally high fore and the decorated and also very high aft castle remind one of illustrations of ships from the time of the Great Armada. The skill with which these junks are steered and maneuvered through a labyrinth of moored ships despite their seeming sluggishness  is remarkable to a high degree. It is quite a pleasure to observe the lively activity of the junks. It looks as if one would ram one of the large steam ships or another ship in any moment, but a quick maneuver undertaken in the last moment undoes the peril and the journey continues without interference. The junks that are devoted first to the trade along the coast and for fishing still venture out wide into the open sea, even though their build will not resist heavy typhoons, so that if such a storm suddenly arises, then the junks surprised by it will usually perish.

Like mosquitoes countless small sampans and „slipper boats“ race around in the harbor, while numerous steam barges diligently handle the trade between the ships and the land. On the quay, there lay, besides a legion of junks, also moored the large wheel steamboats that transport passengers twice a day to  Canton.

Used to see the natives of the countries we visited to perform every activity with great shouting we were no less astonished about the complete quiet with which the crews of the Chinese ships performed their duties. Thanks to the pouring rain we also saw for the first time the strange rain gear of Chinese sailors which consists of a long „Waterproof“ made out of reed that reaches down to the knees and repels even the heaviest rain. A large round tubular hat about the size of a wagon wheel performs the duty of an umbrella.

The crown colony consists of the island of Hongkong itself, the small surrounding islands (Stone Cutters, Green, Applechow or Aberdeen, Middle, Round Island etc.) — ceded 1841 by China to England — and the small piece from the mainland of the Southern half of the Kowloon peninsula to the North of the island of Hongkong that had been transferred to England in 1861. This is separated from the island of Hongkong by an estuary that is about a mile wide at its Eastern end called Lyemoon Pass, but grows narrower to a width of only a quarter mile. The estuary is about six sea miles long and forms the three sea miles wide harbor of Hongkong.

The island of Hongkong is a steeply rising granite mound with narrow valleys and gorges that is deeply cut in on all sides, especially on its Southern coast where the bays cut deeply into the land. The highest elevation of the mostly bare and craggy island is found at Victoria Peak (556 m) in the West; at its foot and on the Northern end of the island lays the city of Victoria, usually called Hongkong.

The commercial, financial and political importance of Hongkong, the most Eastern possession of Great Britain in Asia, especially the role which the free harbor play not only for the Chinese but for all East Asian trade attests the long view of England in recent times for the acquisition of bases for its maritime trade. Here too, as in Gibraltar, the British have managed to secure themselves a position whose acquisition had far-ranging consequences for the development of its trading fleet.

Whether Hongkong is comparable in matters of landscape to Gibraltar or, as many want to claim, Naples, I am unable to decide as I am not familiar with either harbor. In any case, the harbor of Hongkong seemed to me one of the most beautiful that I have yet touched on my journey.

The city of Victoria rises like an amphitheater at the foot of Victoria Peak. Along the beach one first sees the about 7 km long line of imposing building on the crowded quay called Praya. Beyond it the remaining parts of the well laid out city rise in terraces on the slopes of Victoria Peak. The lower terraces are filled with large blocks of houses. Further up villas and garden mansions rise. The unfortunately frequent fog clouds the Peak which is connected with the city by a mountain railway and looks majestically down upon the green of the city of villas, the glittering white of the palace-like buildings, upon the wide quay and the life in the harbor.

In the North of the harbor, on the peninsula of Kowloon, are extended shipping facilities, docks, navy depots, shipyards, workshops, coal reserves, hawser houses and the observatory with the meteorological station which is of special importance here as it is a signal post for the very frequent typhoons in the East Asian Sea. It is connected by telegraph with the main points on the Chinese coast as well as with Manila. If a typhoon is detected, the storm signals visible from far away are raised whose form and color indicates the direction of the upcoming typhoon.  This is an extremely important navigational assistance for the departing ships. When we arrived, the signal „typhoon North-east“ had been hoisted and we thus had our assumptions during our journey to Hongkong confirmed.

Both the peninsula of Kowloon and the island of Hongkong are surrounded by steep heights with highly jagged forms. On the mainland one immediately notices the widely gleaming bare spots with red earth that are irregularly distributed on the ridges and slopes of the mountains The mountains of the island of Hongkong are naturally completely bare except for bushes and low grasses in the gorges and streams, but the English have managed to grow woods and create parks in part of their territory, namely in the villa quarter and in the „Happy Valley“ East of Victoria. This amelioration of the terrain required notable expenditures and labour but has been favored by the warmth and the humidity of the summer climate. In the winter, however, the fall in temperature had been detrimental to the effort. Here too systematic agricultural work has managed to overcome all obstacles, so that today a lovely ring of parks and gardens is ornamenting the villa quarter of Victoria. The creation of a still not very voluminous layer of vegetation has in part been undertaken to improve the sanitary situation. In fact the climate of Hongkong is rather unhealthy which results in a relatively high death rate.

Despite the elevated death rate, the number of inhabitants of the crown colony is constantly growing, accounted for by the Chinese who constitute the largest  part of the population while the others are only about 10.000 Europeans and a low number of mixed-bloods.

During our entrance into the harbor, there was an unsettling incident: we were driving quite fast between numerous junks and steamers when suddenly there was a failure in the steam steerage transmission that stopped so that the ship drifted to starboard and headed undirected towards a number of moored junks. Even though we were already dangerously close to the junks so that their crews cried for help, our crew still succeeded to prevent a severe accident by setting both machines into reverse and quickly setting an anchor at full speed. The anchor fortunately caught hold in the ground and held.

Soon after the damage to the steering mechanism had been repaired, a navy officer came on board to assign us our anchorage where „Elisabeth“ was moored at the buoy of the flagship of the English squadron.

Immediately afterwards we performed the territorial salute and after its reply, offered a salute to the English rear admiral Palliser with 13 shots.

Now happened a true assault on „Elisabeth“, as numerous Chinese businessmen and traders in their small boats closed in to the sea ladder in order to come on board as fast as possible. Each wanted to be in front of the next, to display his goods and do business. The yellow stream flowed upwards, the frowning stare and berating words of our First Lieutenant were unable to contain them. The first ones who had climbed up on deck of „Elisabeth“ were mostly older owners of laundries. Each of these had a group of six to eight young pretty assistant laundresses who were well washed and neatly dressed in black, acted quite cute and reminded me of dolls. These little ladies then developed astonishing skills in praising the services of their laundries and displayed as much energy as emancipation. They entered straight into all cabins and took the dirty linen with smiles and jokes from the occupants to bundle them and take them away in their sampans. Everywhere on board, this flock traipsed around and only after considerable time our rigorous NCOs managed to get the pretty ones to return on land.

Then it was the turn of the male gender and vendors of the most various Chinese products, tailors, shoemakers etc. swarmed over the deck. These avid pig-tailed brothers appeared equipped with a large bundle of favorable testimonials among them many from ships of our navy such as „Fasana“, „Saida“ and „Zrinyi“. All these businessmen were very impertinent which however proved entertaining as it was accompanied by an incredible gibberish of various languages. One of the merchants whose physiognomy resembled a fox and who was distinguished by his smartness was even able to speak German which he had learned by trading with German warships. A joker had named this linguistic Chinese „Bismarck“, a name he now preferred to use.

Artists too came on board — painters who performed their business in a quasi factory-style, by producing in the shortest time life-size portraits from photographs. They mostly caused general hilarity but some managed to achieve a surprising match to the original. We naturally all gave orders and some sailors followed our example so that soon many a „Carlo“ or „Beppo“ in Chinese interpretation will be the artistic ornament of Dalmatian fishermen’s huts.

The avid business that developed on board was only terminated by the sudden shock of a tropical rainstorm that poured down with in great intensity and continued during the whole day with short interruptions. The fog too had become more densely and reduced the view completely so that the stay on board was quite uncomfortable.

In this mean weather, the dignitaries came on board to pay their visits. Their uniforms and top hats had to endure much in the pouring rain. The first visitor was, as our consular agent himself was absent, the interim director of our consulate,  Mr. Ernst Goetz, then rear admiral Palliser and finally the governor Sir William Robinson who seemed to care about my health no less than his colleague in Singapore. The latter had sent a telegram to Calcutta warning about cholera in Singapore, the former had informed me via our ministry for foreign affairs in a message that a smallpox epidemic had broken out in Hongkong and advised us to cut our stay here short. I, however, was not willing to have my decisions influenced by whatever illness and even shorten our stay in Hongkong that I to the contrary decided to prolong. On the other hand and in consideration of the raging illness that one could not actually notice I declined with thanks all invitations to receptions and festivities in order to not endanger anybody or disturb the peace. I could not fully discard the impression that my presence here was somewhat uncomfortable to the governor, so that he wanted to prevent my visit by feigning concerns about smallpox.

As the visit required a return visit, I went on land despite the pouring rain to return Sir William Robinson’s visit after I had been carried around for some time in a palanquin — the coolies we used failed to understand where we wanted to go. A well-kept garden surrounds Government House which offers a splendid view of Victoria and the harbor full of ships. Tall Sikhs had taken up position at the gate of the palace. The English prefer to use Indians to perform guard and especially police duties in Hongkong. Clad in tall turbans and armed with a policeman’s baton their standing in the streets commands respect, and vividly reminded me of our friends from Jhodpur. When we told one of these policemen whose presence seemed especially remarkable that we had seen Jhodpur and met Pratap Singh and Harji Singh, his eyes lighted up with pleasure.

The police in Hongkong seems to perform its duties quite harshly as the batons of the policemen can often be seen to come into ungentle contact with the back or the shaved head of a Chinese.

One of the main duties of the police is keeping order at the Praya during the night because it happens all too frequently that Europeans who use a sampan to return on board of their ships have completely disappeared — probably murdered by Chinese rowers, robbed and then sunk to the bottom of the sea. In order to prevent the repetition of such crimes, the policemen supervise the nightly activity at the quay and note the number and the time of departure of each commissioned sampan.

The streets were filled with the local transport vehicles of which there are two, namely rickshaws we had already known in Singapore that are drawn by runners and palanquins or bamboo seats that are preferably used on steeper roads and shakily rest on the shoulders of coolies. While the runners in the rickshaws lagged behind those of their fellow runners in Singapore both in speed and endurance, the carriers of the palanquins and bamboo seats astonished us by their performance. Hour upon hour they carry , walking at a fast pace, their burden and transport it fleet-footed even to the highest points of Hongkong. It is remarkable that the carriers do not show especially strong muscles but their necks become instead extended to a comical length which is said to be related to the burden placed upon the shoulders for many hours day by day.

At each berth, the arriving people from the boats are greeted by a horde of coolies who praise their services with loud shouts. Has a choice been made, the runner or carrier departs immediately without having understood the destination of the passenger and drop off the passenger at an arbitrary place in the city. Tediously, the passenger then has to communicate with the coolie and inform the latter about his error. Finally it seemed to succeed and in a fast pace the journey continues, sometimes again in the wrong direction until the coolie finally is directed to the correct location. The dress of these runners and carriers is always the same: wide blue breeches, jackets of the same color and large hats. Wealthy people have their own runners and carriers in their personal service. These are mostly dressed in white and carry sashes in the colors of their masters.

The city of Victoria is divided into two parts. The Eastern part is European and the Western one Chinese, a division that is by the way not complete as there are houses and especially shops owned by Chinese in the European part as well as European houses and businesses in the Chinese part. A stranger first notices the wide beautiful streets that divide the city in parallel lines in the direction to the Praya and create terraces while the perpendicular streets that constitute the connections between the main streets can be at times quite steep. Surprising is the general cleanliness which shows the work of the police strongly led by the English and which is all the more necessary as cleanliness is not among the chief virtues of the Chinese.

In the European quarter the Praya developed alongside a whole row of imposing buildings that are mostly dedicated to business, thus the wholesellers‘ booths, the banks and all kinds of industrial activities and most of the consulates. Behind these buildings the wholesellers seemed to have concentrated themselves while in an interminable row of shops on both sides on Queens Road, the first parallel street to the Praya, retail trade is blooming offering luxury goods, art and industrial products. There, Europeans compete peacefully for business with the Chinese. Where Peddar Street meets Queens Road, a giant clock tower rises, a landmark of Hongkong. The number of barracks is high in whose courtyards soldiers in snow-white uniforms perform all kinds of exercises.

The Chinese quarter whose streets are sometimes so narrow that two humans can barely walk side by side is characterized by thousands of colorful company boards. These are narrow, often  3 long 4 m long boards that are painted in the most flashy colors and decorated and hung vertically and contain praise about the company in Chinese letters. Colorful family altars decorated with tinsel and artificial flowers are missing in none of the shops. Countless, big-bellied lanterns and lampions serve to cast clear light on the nightly activities in the Chinese quarter. This light is surpassed, regardless of its specific character, by the electric light which has been generally introduced in Hongkong and is severely disrupting the picturesque effect of the native illumination in the Chinese quarter. Everywhere, Chineseness is put forward and imprints itself in a unique way in public life. It is much more pronounced, vivid and plastic than for instance in Singapore, as the Chinese constitute the major part of the population even though other peoples complement the colorit of street life.

The wealthy Chinese can be recognized easily in the crowd by their white blouses with wide plaited arms as well as pants in blue colors and linen stockings and silk shoes. The poorer classes of the Chinese population content themselves with simpler clothing of mostly a dark purple perkail; many men of the lower classes leave their upper body naked and walk barefoot like the women of the poorer classes. The fan, indispensable for the Chinese, is in constant motion. Remarkable is the large number of sons of the Heavenly Kingdom who wear glasses which is explained in part, I was told, that numerous Chinese dandies use this instrument not in order to improve their sight but to look like literati and thus increase the attractiveness of their personal impression, thus out of foppishness. Such an expression of dandyism might only be possible in China.

Wealthy Chinese let their queues fall freely nearly down to the ground while the poorer ones bind it up. All, however, shave their hair up to the middle of their head. The queue forms every Chinese’s pride. Plucking in jest at what the English call „pig-tail“ would be a grave insult to the wearer. If mother nature had not favored the wearer with the necessary long hair, then artificial means assist —  tout comme chez nous— and long silk threads are woven into it. By the way each Chinese carries a thread in his pigtail, usually of black color and in the case of grief, white. Children use red that promises good fortune.

Chinese women whose daily activities preferably take place within the the walls of their homes can be seen only in relatively limited numbers in the streets. On members of the upper classes one can observe the strangely crippled feet that cause a nasty duck-like gait.

Everybody in Hongkong devotes himself to business. All the world rushes through the streets to do business, namely in the Chinese quarter. There is a never-ending rush here and there by the pushy crowd that is sometimes interrupted by festive processions, marriage and funeral corteges whose approach is from afar announced by shattering noises of the inevitable gongs.

In the smaller alleys crossing the parallel main streets the shops are as if stuck together and in the middle of these traffic veins mobile cookshops have established themselves that offer fruits and all kinds of undefinable dishes for a pittance.  The Chinese tend to eat everything and one could write a book about the diversity of Chinese ingredients and dishes as well as the respectful stomach of the pig-tailed brothers that tolerates things that are in a state very close to putrescence. The cost of life is extremely cheap in consideration of this frugality in terms of the quality of food which is beneficial to the numerous population. For about ten Kreuzer of our currency an adult man is able to get completely adequate daily nurture.

The further a walker advances to the the West the more numerous become beverage stands, opium dens and gambling houses and other entertainment venues of the most dubious nature. These are the places frequented by sailors and coolies as the stomping grounds of the wildest passions where ugly scenes are happening in the evening and during the night.

After the worst heat of the day is over, at about 5 o’clock in the afternoon the throng and crush in the streets takes on a bee swarm-like character. Everybody walks, pushes, moves, rushes and runs in shambles. A pedestrian is not infrequently in danger to be pushed over  by one of the rickshaw runners while crossing the street. Even though the coolies are very skilled in turning and evading, now and then a small accident happens as our as cherished as portly chief physician can attest. His rickshaw runner could not slowdown his vehicle at a very steep slope due to the not inconsiderable weight of the passenger and drove at full pace into a Chinese store where our worthy chief physician was dropped a bit unkindly amidst all the goods.

Soon here and there excited, attracted and enthralled by these strange vivid images and scenes, I finally entered many shops that offered articles of Chinese origin in order to indulge in my shopping habit. There the same play repeated itself. The haggling found no end as the sellers asked for exorbitant prices which they reduced to a third after a half hour of hard bargaining, thus completing the trade. Finally the problem about the total amount due was also solved after extended calculations with a computing machine and agreements made regarding the transport of the bought treasures to our ship. Satisfied, I could continue my journey.

Despite the rain there was an oppressive heat during the day that caused uninterrupted transpiration. The continuously high temperature that hardly relents even for a moment makes staying in these latitudes uncomfortable as even the night offers not only no relief but makes the dull heat more susceptible. The organism feels weak, without force. Even the most vivid interest for the new impressions offered weakens finally under the influence of the heat. Those who give in to the temptation of seeking relieve in drinking refreshing beverages will suffer all the more by a higher susceptibility to the high temperature.

The hot days which we also enjoy at home as „canicular days“  can not in the slightest be compared in their de-energizing effect to the glowing and very humid atmosphere of the tropical regions during the rainy season, so that it seems to be hard work for children of the temperate zone to live permanently in a tropical region. Our constitution, our being is not suitable for a tropical climate. Body and soul lose their vigor that is required to stay in good health and perform at the highest level. I at least would in time become very melancholic in these oppressive temperature of these latitudes. Everything on this earth can be borne but not a number of — hot days.

The evening I spent on board, unfortunately clouded by a major disappointment. We had been very confident that finally in Hongkong the much expected mail would be received as we had been nearly four months without news from home and had put all our hopes on this harbor, but we were informed that Coudenhove had taken along the voluminous mail that had already arrived on his journey to Bangkok where we had been expecting to meet him in the commendable intention for us to get the mail at the earliest moment.

Now we had to be patient again until the arrival of Coudenhove, which was easier said than done as the displeasure about our postal misfortune that was dogging us chronically had crushed the best resolutions and caused loud maledictions to be uttered. Namely one of the gentlemen from the staff, an exemplary tender husband who was writing a letter each day to his young wife, was very unhappy. We consoled him approving and admiring his endurance by making audacious assurances that the mail would certainly include a legion of new letters.

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  • Location: Hongkong
  • ANNO – on 21.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is closed for summer until 15 September. The k.u.k. Hof-Operntheater is performing Viennese waltzes and a ballet „Sonne und Erde“.

In See nach Hongkong, 19. und 20. Juli 1893

Als wir in den Bereich des Golfes von Tongking gekommen waren, frischte der Wind merklich auf und verursachte starken Seegang; hiebei war das Wetter überaus unstet, und die Regenböen nahmen zeitweise drohenden Charakter an.

Viele Anzeichen sprachen dafür, dass ein Taifun im Anzug sei; denn zerrissenes Gewölk, welches für das Herannahen dieses Sturmes charakteristisch ist, bedeckte den Himmel, bei Sonnenuntergang erschien der Horizont in abnormaler, fahlgelber Färbung und schwer gekreuzter Seegang schleuderte die „Elisabeth“ gewaltig hin und her. Nur das Barometer kündigte die Geißel dieser Meere nicht an, da jenes, obzwar der Luftdruck rasch abgenommen hatte, die bedeutenden Schwankungen noch nicht aufwies, welche jenem gefürchteten Sturme vorherzugehen pflegen. Die verschiedenartigsten Wetterbeobachtungen wollten gemacht worden sein, und allerlei widerstreitende Vermutungen wurden laut; ängstlichere Gemüter prophezeiten das Herannahen eines der schwersten Taifune, während die gewiegten Meteorologen sich anfänglich der Ansicht zuneigten, dass der Sturm hinter uns sei oder parallel zu unserer Fahrtrichtung, jedoch in einiger Entfernung von derselben, vorbeiziehen werde. Als aber der Wind fortwährend steifer wurde, die See immer stürmischer wogte und sich endlich heftige Gewitter entluden, war jedermann nahezu überzeugt, dass wir Hongkong nicht erreichen würden, ohne vorher einen Cyklon bestehen zu müssen.

Ein seltenes Schauspiel boten nachts die zahlreichen Blitze, welche, horizontal verlaufend, das aufgeregte Meer taghell, aber gespensterhaft beleuchteten.

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  • Ort: Im südchinesischen Meer
  • ANNO – am 18.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater macht Sommerpause bis zum 15. September, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

At Sea to Hongkong, 19 and 20 July 1893

When we entered the region of the Gulf of Tonkin the wind grew notably stronger and caused much heavy pitching. The weather was very inconstant and the rainstorms looked very menacing from time to time.

Many signs indicated that a typhoon was approaching as the sky was filled with broken up clouds that are characteristic for the approach of such a storm. At sunset, the horizon was colored in an abnormal livid yellow and the rough sea flung „Elisabeth“ violently to and fro. Only the barometer was not announcing the scourge of these seas as despite a quick decrease in barometric pressure it did not show the important oscillations that are usual precursors of these feared storms. Various weather observations had to made and all kinds of contradicting guesses were uttered. Timorous souls predicted one of the heaviest typhoons while staid meteorologists at first were of the opinion that the storm was behind us or would move parallel to our direction but at some distance to it. When the wind continued to grow stronger, the waves became rougher and rougher and finally there was a heavy rainstorm, everybody was nearly convinced that we would not reach Hongkong without having to pass through a cyclone.

A rare spectacle was presented by the numerous flashes in the night which crossed horizontally and illuminated the perturbed sea clear as daylight but ghostlike.

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  • Location: In the South China Sea
  • ANNO – on 18.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is closed for summer until 15 September. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

In See nach Hongkong, 17. und 18. Juli 1893

An Stelle des Südostwindes trat entschiedener Südwestmonsun bei anfänglich ruhiger See ein, doch verschlimmerte sich das Wetter zusehends, und allzuhäufig gingen heftige, lang andauernde Regengüsse nieder, welche den Aufenthalt auf Deck völlig verleideten. Die anhaltende Feuchtigkeit versetzte die Kleider und die Schuhe in den Kabinen in einen recht kläglichen Zustand.

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  • Ort: Im südchinesischen Meer
  • ANNO – am 17.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater macht Sommerpause bis zum 15. September, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

At Sea to Hongkong, 17 and 18 July 1893

The South-eastern wind was replaced by a strong South-west monsoon in fairly calm sea at the beginning but the weather grew worse and all too often heavy continuous rainstorms were pouring down which made staying on deck very unattractive. The constant humidity turns clothes and shoes in the cabins into a sad state of affairs.

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  • Location: In the South China Sea
  • ANNO – on 17.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is closed for summer until 15 September. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

At Sea to Hongkong, 16 July 1893

In the bad mood caused by the forced cancellation of the visit of Siam, we left Singapore in the morning. Gorgeous palms on its coast waved us good-bye. Passing the South-eastern tip of the Malacca peninsula and the light beacon of Horsburgh, we drove through the Strait of Singapore into the open sea steering towards Hongkong.

During the departure and in the Strait of Singapore there was rainy weather but the sky cleared up in the afternoon. The changes between sunshine and rain created impressive color effects and reflections on the horizon.

At the onset of darkness we sighted Aur Island and soon afterwards individual islands of the Anambas group.

During the night, the wind turned to South-east but remained light. The sea was calm.

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  • Location: At Sea near the Anambas group
  • ANNO – on 16.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is closed for summer until 15 September. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

In See nach Hongkong, 16. Juli 1893

Unter dem verstimmenden Eindruck, welchen der nothgedrungene Verzicht auf den Besuch in Siam hervorgebracht hatte, verließen wir morgens die Insel Singapur, von deren Küste uns herrliche Palmen grüßend zuwinkten. Die südöstliche Spitze der Halbinsel Malakka und das Leuchtfeuer von Horsburgh passierend, fuhren wir durch die Straße von Singapur mit Kurs auf Hongkong in die offene See hinaus.

Beim Auslaufen und in der Straße von Singapur hatten wir regnerisches Wetter, doch hellte sich nachmittags der Himmel auf, und der Wechsel von Sonnenschein mit Regenböen rief wirkungsvolle Farbeneffekte sowie Spiegelungen am Horizont hervor.

Vor Anbruch der Dunkelheit sichteten wir Aor Island und etwas später einzelne Inseln der Anamba-Gruppe.

Des Nachts drehte der Wind nach Südost, blieb jedoch leicht. Die See war ruhig.

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  • Ort: In See nahe der Anambas Inseln
  • ANNO – am 16.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater macht Sommerpause bis zum 15. September, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.