Tjipandak, 22 April 1893

Rain, nothing but rain. Already during the whole night the heavy drops of rain hit the palm roofs of our huts and it trickled through now and then, so that the already wet possessions were completely soaked. Black clouds were hanging low in the sky as if the sky had opened up all sluices. As soon as the rain relented a little bit, a new downpour followed with an intensity unknown at home. In such conditions it was impossible to think about hunting, as the river was so swollen that it seemed impossible to cross it. The drivers and the hunters too could not have been motivated to move and enter into the thicket. Thus we had to be patient and spent the day with weather observations that however provided only very regrettable results.

As it happens in such cases we spent the time in eating in short intervals and complained extensively about the weather and the vexed rainy season. The water in the river rose so much and, by the way, the push back of the sea was noticeable in the waves of the river too, that we feared about our bathing hut and had to protect it.

As expected the harsher consequences of the bad weather did manifest themselves. One of our servants was struck by a heavy fever due to the constant wetness in which we are living and it its expected that we will see more sick cases.

Only after 5 o’clock in the evening the rain started to diminish a bit, so that we decided despite the great humidity to undertake a small hunting tour in the vicinity of the camp. I climbed a hill above the huts where palm groves extended between Alang grass areas. I bagged multiple doves, among them especially fruit doves. In the distance I also saw two monkeys and a beautiful but unfortunately very timid Javanese peacock sitting on a barren palm tree. The attempt to get closer failed as the thicket that separated me from it proved completely impenetrable. In fact sneaking up on game is nearly impossible here due to the noise involuntarily caused by any movement. I did not manage to bag a Javanese hornbill either of which multiple flew high up above the trees during the day.

From the hill I hunted down to the sea coast. There I met the other gentlemen and returned to camp only after it was completely dark.

Links

  • Location: Tji Pandak, Indonesia
  • ANNO – on 22.04.1893 in Austria’s newspapers. The Neue Freie Presse features a correspondent report in Calcutta about FF’s hunt in Nepal dated from 4 April 1893.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Bürgerlich und romantisch“, while the k.u.k. Hof-Operntheater is performing the ballet „Die goldene Märchenwelt“.

Tjipandak, 22. April 1893

Regen, nichts als Regen. Schon die ganze Nacht hindurch hatte schwerer Regen auf die Palmdächer unserer Hütten geprasselt, durch deren Decke es hie und da tropfte, so dass unsere ohnehin schon sehr feuchten Effekten gänzlich durchnässt wurden. Schwarze Wolken hiengen tief herab, und es war, als hätte der Himmel alle Schleusen geöffnet; denn kaum hatte der Regen einen Augenblick etwas nachgelassen, so folgte alsbald ein neuer Guss von einer Heftigkeit, welche man in unseren Breiten nicht kennt. Unter solchen Umständen konnte an eine Jagd nicht gedacht werden, da der Fluss so angeschwollen war, dass es unmöglich schien, ihn zu passieren; auch wären die Treiber und die Jäger absolut nicht zu bewegen gewesen, in eine Dickung einzudringen. So mussten wir uns in Geduld fassen und verbrachten den ganzen Tag mit Wetterbeobachtungen, die aber nur ein höchst bedauerliches Resultat lieferten.

Wie es schon in solchen Fällen geht, wurde zum Zeitvertreib in kurzen Reprisen gegessen und weidlich über das Wetter und die leidige Regenzeit geschimpft. Das Wasser im Fluss stieg so stark und nebstbei machte sich auch die Rückwirkung der Meeresbrandung in den Wellen des Flusses so bemerkbar, dass wir für unsere Badehütte Besorgnis hegten und dieselbe schützen mussten.

Wie zu erwarten stand, blieben auch ernstere Konsequenzen der Witterung nicht aus; denn einer unserer Diener hat infolge der steten Nässe, in der wir leben, einen starken Fieberanfall zu bestehen und wir müssen noch weitere Erkrankungen besorgen.

Erst nach 5 Uhr abends ließ der Regen etwas nach, worauf wir uns trotz der großen Feuchtigkeit entschlossen, noch einen kleinen Pürschgang in der Nähe des Lagers zu versuchen. Ich erstieg die Höhe oberhalb der Hütten, wo sich zwischen Alangflächen Palmenhaine ausbreiteten. Mehrere Tauben, darunter insbesondere Fruchttauben, fielen mir zur Beute; von weitem sah ich auch zwei Affen und einen schönen, aber leider sehr scheuen javanischen Pfau auf einer dürren Palme aufgebaumt. Der Versuch, mich anzupürschen, misslang, da die Dickung, die mich von ihm trennte, ganz undurchdringlich war. Überhaupt ist das Anpürschen an irgend ein Wild in diesen Gegenden schon wegen des Lärmes, den man beim Anschleichen unwillkürlich verursacht, nahezu unmöglich. Ebenso konnte ich keinen der javanischen Nashornvögel erbeuten, deren im Lauf des Tages mehrere hoch über die Bäume hinweggezogen waren.
Von der Höhe streifte ich an den Meeresstrand hinab, traf dort mit anderen Herren zusammen und kehrte erst bei vollkommener Dunkelheit nach dem Camp zurück.

Links

  • Ort: Tji Pandak, Indonesien
  • ANNO – am 22.04.1893 in Österreichs Presse. Die Neue Freie Presse hat einen Korrespondenten-Report aus Kalkutta vom 4. April über FFs Jagd in Nepal.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Bürgerlich und romantisch“, während das k.u.k. Hof-Operntheater das Ballet „Die goldene Märchenwelt“ aufführt.

Tjipandak, 21. April 1893

Die Aussichten, Bantengs zu erbeuten, waren keine sehr günstigen; Herr Kerkhoven fühlte sich morgens unwohl und beschloss, das Haus zu hüten; unser Oberjäger, der mohammedanische Hadschi, aber hatte die Nachricht erhalten, dass in der Nacht seine Tochter nach nur neunstündiger Krankheit am Fieber gestorben war, weshalb der arme Mann sich unverzüglich auf den Weg in sein entlegenes Heimatdorf machte, um der Bestattung des verblichenen Kindes beizuwohnen.

So ritten wir unter Leitung Baron van Heeckerens in das Revier, in welchem wir am Tage vorher gejagt hatten, und wo heute die unseren gestrigen Ständen gegenüberliegende Lehne abgetrieben werden sollte. Der Trieb währte abermals drei Stunden lang. Ich hatte einen sehr schönen Stand mit gutem Ausschuss; vor mir eröffnete sich ein Tal, das sehr einladend aussah, aber leider kam nichts; ich glaubte zwar einmal brechen zu hören; auch behaupteten die Treiber, einen Banteng gesehen zu haben; doch dürfte, da keiner der Schützen etwas bemerkt hatte, dieser Stier nur ein mythischer gewesen sein.

Die Hitze war, wenn auch empfindlich, doch nicht so drückend als tags zuvor, so dass auf mein Drängen noch ein Trieb improvisiert wurde. Die Treiber zündeten an allen Seiten das Gras an und drangen eine Strecke weit in den Wald ein, traten aber auch alsbald wieder aus der Dickung heraus. Infolge der Müdigkeit der Treiber und ihrer Unlust verlief auch dieser Trieb ohne Erfolg.

Nach dem üblichen Bad bei Durchwatung des Flusses waren wir schon gegen 4 Uhr im Camp, wo wir Herrn Kerkhoven nicht vorfanden, weil er sich auf die Pfauenpürsche begeben hatte; ein gutes Zeichen für seine Genesung.

Es erschien uns noch zu früh, um zu Hause zu bleiben, wir ergriffen daher die Schrotgewehre und streiften in den Dickungen neben unserem Lager umher, um die ornithologische Sammlung zu vervollständigen. Obwohl das Fortkommen in den Dschungeln und dem fast undurchdringlichen Alanggras sehr schwierig war, so dass wir uns beinahe jeden Schritt erkämpfen mussten, erlegten wir in der relativ kurzen Zeit doch recht ansehnliche Mengen von Vögeln und darunter solche interessanter Arten, so die vielfarbige javanische Papageitaube (Osmotreron vernans); dann Fruchttauben (Carpophaga aenea); ferner braune Schweiftauben (Macropygia emiliana); Bartvögel (Cyanops lineata), rote Mennigvögel; Reisvögel (Munia oryzivora) und mehrere Exemplare eines glänzend dunkelgrünen Singstares (Calornis chalybea), sowie Schwalben verschiedener Arten. Am Abend kehrte Herr Kerkhoven mit einer sehr schönen javanischen Pfauenhenne von seinem Jagdzug heim.

Als wir im Lager versammelt waren, stellte sich starker Gussregen ein, der sogar die Dächer unserer Hütten durchbrach; gleichwohl vertrieben wir uns die Zeit in sehr gemütlicher Weise, indem unsere Jäger jodelten und Hodek ganz famose Gedichte Stielers in obderennsischer Mundart vortrug.

Kein Wunder, dass mich eine leise Mahnung von Heimweh überkam, dass mitten aus dieser herrlichen Tropenwelt die Gedanken in die Heimat flogen, dass mancherlei Erinnerungen an schöne, in Oberösterreich verbrachte Tage wach wurden — gerade jetzt wach wurden, da in der Heimat der Frühling ins Land zieht, die Natur nach winterlicher Ruhe neu zu erblühen beginnt, die Fluren mit jungem Grün sich schmücken und der Auerhahn hoch oben im Gebirg auf dem Ast einer alten Wettertanne sein Liebeslied ertönen lässt, bis ihn die Kugel des Jägers herabwirft, der Schuss sich dann donnernd in den Wänden bricht und der freudige Juchezer in das nebelverhüllte Tal dringt.

In den Tropen entschleiert die Natur dem staunenden Auge die üppige Pracht ihrer Wunder, berauscht die Sinne, wenn wir in sengender Schwüle uns von dem Zauber des Urwaldes umfangen fühlen — in den heimatlichen Bergen aber tritt uns die Natur von poetischem Reize verklärt entgegen, spricht zum Herzen, wenn wir aus dem dunklen Nadelwalde zu den Firnen emporblicken, die. in rosigem Hauch gebadet, den Anbruch des Tages verkünden.

Links

  • Ort: Tji Pandak, Indonesien
  • ANNO – am 21.04.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Kriemhilde“, während das k.u.k. Hof-Operntheater die Oper „Der Troubadour“ aufführt.

Tjipandak, 21 April 1893

The outlook of catching Bantengs was not very good. Mr. Kerkhoven did not feel well in the morning and decided to stay in camp. Our chief hunter, the Mohammedan Haji, had received news that his daughter had died during the night from fever, an illness that had broken out only nine hours before. The poor man immediately departed to his far away home village to attend the funeral of his dead child.

Thus  we rode under the guidance of Baron van Heeckeren into the hunting ground where we had already hunted the day before and where we would hunt on the opposite ledge of our hunting stands of the day before. The drive again took up three hours. I had a very beautiful stand with good open space. In front of me lay a valley which looked very inviting, but unfortunately nothing emerged out of it. I believed however once hearing noise of breaking. The drivers too claimed to have seen a Banteng. As no shooter noticed anything, this bull must have been a mythical one.

The heat was not as sweltering hot as the day before but still  severe, so that upon my insistence another drive was improvised. The drivers ignited the grass from all sides and entered a certain distance into the jungle  but soon re-emerged out of the thickets. Due to the tiredness of the drivers and their lack of engagement this drive too ended without success.

After the usual bath while wading the river we were already at 4 o’clock in the camp where we failed to meet Mr. Kerkhoven as he had gone out for a peacock hunt, a good sign for his recovery.

It still seemed to early to stay at home and thus we picked up our pellet guns and hunted in the thickets close to our camp to complete the ornithological collection. Even though it was very difficult to advance in the jungle and the nearly impenetrable Alang grass so that we had to struggle at nearly every step, we nevertheless bagged in a relatively short time a quite respectable quantity of birds, among them some interesting species such as the multi-colored Javanese pink-necked green pigeon (Osmotreron vernans); then the green imperial pigeon (Carpophaga aenea); furthermore brown large cuckoo dove (Macropygia emiliana); lineated barlet (Cyanops lineata), red minivets; Java sparrows (Munia oryzivora) and multiple specimens of a glittering dark-green glossy black mynah (Calornis chalybea), as well as various species of swallows. In the evening Mr. Kerkhoven returned from his hunt with a beautiful Javanese peacock hen.

When we assembled in the camp, a heavy rain comae down, that even pierced the roofs of our huts. Still we passed the time in a  very cozy manner: Our hunters yodeled and Hodek presented famous poems of Stieler in Upper-Austrian dialect.

No wonder that I was taken by a quiet reminder of homesickness, that in the midst of this gorgeous tropical world my thoughts flew towards my home, that many memories of the beautiful days spent in Upper Austria were recalled — especially now were recalled when spring entered into the land at home and nature starts blooming anew after the winter’s rest, the ground starts ornamenting itself with young grass and the mountain cock high up in the mountains, sitting on an old weathered fir tree starts singing his amorous song until the hunter’s bullet throws him off, the shoot echoing like thunder breaking against the mountain face and the joyful shout is sent down to the valley veiled in mist.

In the tropics nature reveals to the astonished eye the luxurious splendor of its wonders, intoxicates the senses, when we feel surrounded by the jungle’s magic in the sweltering mugginess — in the mountains at home, nature is met veiled by its poetic charms, talks to the heart when we look up out of the dark coniferous woods to the firns bathed in a hint of pink, announcing dawn.

Links

  • Location: Tji Pandak, Indonesia
  • ANNO – on 21.04.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Kriemhilde“, while the k.u.k. Hof-Operntheater is performing the opera „Der Troubadour“.

Tjipandak, 20. April 1893

Der Schauplatz der heutigen Jagd auf Bantengs lag von dem Camp bedeutend weiter ab, als jener des gestrigen Triebes; denn erst nach etwa dreistündigem Marsch erreichten wir unser Ziel. Der Ritt, in dessen Verlauf wir, wie am Vortag, mehrere Male den Fluss zu überschreiten hatten, führte, ohne dass wir andere besondere Terrainschwierigkeiten zu überwinden gehabt hätten, fast unausgesetzt durch Alanggras. Nur einmal war eine ungemein steile Schlucht zu passieren, welche für Pferde unübersteigbar schien, von unseren einheimischen
Kleppern jedoch in wahrhaft bewundernswerter Weise genommen wurde, da jene rutschend, gleitend, auf den Hinterbeinen sitzend ohne Unfall die Schlucht hinab- und fast aufrecht kletternd aus der Tiefe wieder empor gelangten, indessen wir zu Fuße nur mühsam über die Steinplatten und den glatten Lehmgrund der Schlucht hinwegkamen.

Während des Rittes sah ich auf einem der Hügel von ferne das Haupt eines Hirsches aus dem hohen Gras ragen; der Versuch, mich an das scheue Wild anzupürschen, blieb jedoch erfolglos.

Auch diesmal wurde in talwärts gelegenen Wäldern getrieben, die Stände aber wurden längs eines Hügelkammes eingenommen. Herr Kerkhoven stellte mich zu unterst auf und hatte die Absicht, oberhalb meines Standes, in der nächsten Nähe desselben, einen meiner Herren zu postieren. Durch ein Missverständnis des Eingeborenen, den Herr Kerkhoven mit dem auf dieses Arrangement bezüglichen Befehl zurückgesandt hatte, kam jedoch nicht einer meiner Herren, sondern Herr Borrel neben mir zu stehen. Ich saß unter einem Baum und hatte, da dieser fast gar keinen Schatten spendete, während des drei Stunden andauernden Triebes von Hitze viel zu leiden, umso mehr, als es im Interesse der Jagd geboten erschien, sich ganz ruhig zu verhalten. So konnte ich denn nur still sitzen bleiben und die Legion von Ameisen beneiden, welche, der Hitze ungeachtet, munter um mich her ab- und zuliefen. Der Ausschluss rings um den Stand war ein ziemlich beschränkter.

Nach dem Hebschuss hörte ich vor mir sehr starkes Brechen, das nur von einem mächtigen Wild herrühren konnte, doch war bald wieder alles still. Einige Zeit später fiel bei meinem Nachbar ein Schuss, dann sah und hörte ich nichts mehr wie das einförmige Geklapper der Treiber in der Wehre.

Endlich, am Schluss des Triebes, kam Herr Borrel zu mir und entschuldigte sich lebhaft, dass er einen Banteng-Stier erlegt habe, davon überzeugt, dass das Stück mir nicht mehr zum Schuss kommen würde. Inwieweit das seine Richtigkeit hatte, kann ich nicht beurteilen; jedenfalls war ich nicht sehr erfreut, dass weder ich noch einer meiner Herren dieses Waidmannsheil gehabt hatte und betrachtete mit einem starken Gefühl von Schussneid den kapitalen Stier, welcher sich durch seine auffallende Größe und Stärke auszeichnete.

Weit größer als unsere stärksten Rinder, steht der Banteng auf hohen Läufen; sein mächtiges Haupt ist mit aufwärts gekrümmten Hörnern geziert, die Decke ist glänzend schwarz; die Extremitäten sind vom Knie abwärts schneeweiß. Zieht Bantengwild durch die Dickung, so hört man schon von weitem das Brechen und Prasseln der Stöcke, welche von den Tieren niedergetreten werden. In den Wäldern, die wir heute durchstreiften, fanden wir allenthalben große Mengen von Bambusstöcken gebrochen und verdorrt — offenbare Spuren der wuchtigen Bantengs.

Herr Kerkhoven, der einigermaßen missvergnügt darüber schien, dass der Stier nicht von mir, sondern von Herrn Borrel erlegt worden war, hatte in der Ferne eine Banteng-Kuh gesehen; ebenso hatte Wurmbrand drei Stücke erblickt, die auf weite Distanzen vorbeigewechselt hatten.
Obgleich die Zeit noch gestattet haben würde, die Jagd fortzusetzen, wurde zum Rückzug geblasen, weil am Horizont ein schweres Gewitter drohte und unser Jagdleiter befürchtete, dass ein heftiger Regenguss den Fluss gänzlich unpassierbar machen würde. Doch verzog sich das Gewitter und wir bekamen nur einzelne Regentropfen zu spüren.

Da sich Jäger, Treiber und Hunde bereits verlaufen hatten und es daher mit dem Jagdsport für heute zu Ende war, so wollten wir, ins Camp zurückgekehrt, den Rest der Zeit noch dazu verwenden, im Fluss dem Fischfang zu obliegen. Es war nicht eben eine schöne Art des Fischereisports, die wir hier ausübten. Wir wendeten nämlich Dynamit an, was jeder unserer rationellen Fischer mit Recht perhorresciert haben würde, allein uns handelte es sich vorzugsweise darum, zu ergründen, ob sich überhaupt Fische im Fluss befänden und, wenn dies der Fall, welche Arten. Auch hatten die Eingeborenen berichtet, der Fluss enthalte Krokodile. So war denn Dynamit das schnellste und sicherste Mittel, über diese Fragen klar zu werden.

Der Fluss wurde auf einige hundert Schritte stromabwärts mit einem Netz abgesperrt; dann gingen die holländischen Herren daran, die Dynamitpatronen zu adjustieren, wobei ihnen mein Jäger als ehemaliger Unteroffizier des Geniekorps mit Rat und Tat beistehen musste. Mit der größten Seelenruhe hantierten sie mitten unter uns in der Speisehütte mit Dynamit und Zündschnüren, und nachdem sie, ohne dass die mit Recht gefürchtete Explosion eingetreten wäre, alles vorbereitet hatten, wurden die Patronen nach Entzündung der Schnur in den Fluss geschleudert. Die Explosion erfolgte alsbald, aber vorläufig ohne den gewünschten Erfolg; denn an der Oberfläche des Wassers erschien kein Fisch.

Wir, ich und einige Herren, hatten uns mittlerweile auf ein Fahrzeug verfügt, welches aus zwei durch Bambus verbundenen Kanus hergestellt war, und erwarteten, auf Fische zu stoßen. Indem wir uns vermaßen, das Fahrzeug mit Hilfe von Bambusstöcken selbst zu lenken, spielten wir eine klägliche Rolle, da unser Doppelboot entweder in drehende Bewegung geriet oder mit lautem Krach an das Ufer anfuhr, so dass wir die allgemeine Heiterkeit derauf dem Land zurückgebliebenen Eingeborenen erregten. Fische fingen wir nicht, dafür aber fiel Clam mitten im eifrigsten Rudern an einer sehr tiefen Stelle kopfüber ins Wasser und kam mit dem Haupt unter ein Kanu, wurde aber mit vereinten Kräften dem Strom wieder entrissen.

Nach diesem Intermezzo hielten wir es für ratsamer, unsere nautischen Fähigkeiten nicht länger zu erproben, sondern schifften uns aus, um die weiteren Effekte des Sprengmittels vom Land aus zu beobachten. Da längere Zeit hindurch kein Wassertier im Fluss sichtbar geworden war, kehrten wir endlich heim. Eine halbe Stunde später brachte uns ein Eingeborener einen Korb voll toter Fische und erzählte, es seien viele Hunderte Fische den Fluss hinabgeschwemmt worden, ohne dass man ihrer hätte habhaft werden können, da die mit dem Netz versehenen Leute sich bereits entfernt hatten. Meine Kenntnisse auf dem Gebiete der Ichthyologie genügten leider nicht, um die dem Dynamit zum Opfer gefallenen Exemplare näher zu bezeichnen. Einer der Fische von auffallend roter Färbung der Schuppen schien mir möglicherweise als Barbe klassifiziert werden zu können.

Links

  • Ort: Tji Pandak, Indonesien
  • ANNO – am 20.04.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Die Widerspänstige“, während das k.u.k. Hof-Operntheater die Oper „Carmen“ aufführt.

Tjipandak, 20 April 1893

The ground for the Banteng hunt today was considerably farther away than the one the day before. Only after a three hour march did we reach our destination. The ride during which we had, like the day before, to cross the river multiple times lead almost continuously through Alang grass without the need to overcome any especially difficult terrain obstacles. Only one time there was a very steep gorge to pass which seemed impassable for horses but which our local nags overcame in a truly admirable way, as they slided and glided, sitting on their rear legs, down into the gorge without accident and then climbing almost vertically up out of the deep again while we on foot were only getting across with difficulties over the stone plates and the smooth clay underground.

During our ride I saw on a hill in the distance the head of a deer rise out of the tall grass. The attempt to sneak up to the shy game was unsuccessful.

This time too the drive pushed towards forests down in the valley but the hunting positions were taken up along a ridge. Mr. Kerkhoven first positioned me at the lowest level and had the intention to put one of my gentlemen in the closest upward position. By a mistake of the native who Mr. Kerkhoven had sent back with the order of this arrangement it was Mr. Borrel and not one of my gentlemen who took up position next to me. I sat under a tree and had to suffer during the three hours of the drive much exposure to heat as the tree offered no shade, even more so as it deemed necessary in the interest of the hunt to keep very quiet. Thus I could only sit quietly and envy the legions of ants that were running up and down unimpressed by the heat. The open space around the position was very limited.

After the lifting shot I heard a strong breaking that could only be the result of large game but soon everything was quiet again. Some time afterwards my neighbor fired a shot then I saw and heard nothing more than the monotonous rattles of the drivers in the defensive line.

Finally at the end of the drive, Mr. Borrel approached me and apologized vividly that he had shot a Banteng bull, convinced that the piece would not come into the range of my rifle. How correct this was I could not assess. In any way, I was not much pleased that neither I nor one of my gentlemen had had hunter’s luck and looked with much shooter’s envy upon the capital bull that distinguished itself by its remarkable size and strength.

Much taller than our strongest cattle the Banteng stands on high legs. Its mighty head is ornamented with upward pointing crooked horns. The top skin is glittering black. The extremities below the knee are white as snow. When a Banteng moves through the thicket, one can hear from afar the breaking and crackle of the branches that are crushed by the animals. In the forests which we were passing through today we found everywhere large quantities of broken and dry bamboo sticks — apparent marks of the mighty Bantengs.

Mr. Kerkhoven who stood there somewhat annoyed that the bull had been killed not by me but Mr. Borrel had seen a Banteng cow in the distance. Wurmbrand too saw three animals that crossed at a great distance. Even though there was time to continue the hunt, the retreat was sounded because a heavy storm was brewing on the horizon and our hunting master feared that a heavy rain would make crossing the river impossible. But the storm cleared up and we only were touched by a few rain drops.

As hunters, drivers and dogs were already lost and thus the hunt was over for today, we wanted to use the remaining time after the return to the camp to fish in the river. It was not an especially beautiful way of fishing that we were practising. We namely used dynamite which all of our rational fishermen would have found abhorrent, but we wanted mostly to know whether there were any fishes in the river and if so of what species. Here too the natives had claimed that the river contained crocodiles. Thus dynamite was the quickest and safest means to answer these questions.

The river was closed off a few hundred paces downstream with a net. Then the Dutch gentlemen started adjusting the dynamite cartridges while my hunter as a former NCO of the engineer corps had to provide them with help and advice.  With the greatest calm they were handling dynamite and fuses in our dining hut After they had prepared everything without causing a rightfully feared explosion, the cartridges were hurled into the river after their fuses had been lighted. The explosion followed soon afterwards but for the present without the desired success as no fish appeared on the water surface.

We, I and some of the gentlemen, had in the mean time gained control of a vehicle composed out of two canoes bound together by bamboo and were expecting to find some fishes. As we took it upon ourselves to guide the vehicle with bamboo sticks, we played a miserable role as our double boat either was turning in a circle or with a loud crash hit the shore, so that we attracted the attention of the natives who had remained on land and generated general merriment. We did not catch any fishes but instead Clam fell head first into the water at a very deep spot while in the midst of busy rowing and touched the underside of a canoe with his head but was rescued out of the river by a united effort.

After this intermezzo we considered it advisable to desist from testing our nautical skills further but disembarked in order to observe the next effects of the exploder on land. As for quite some time no aquatic animal became visible in the river, we finally returned home.  Half an hour later, a native brought us a basket filled with dead fishes and told us that many hundreds of fishes were being washed down the river without a possibility to catch them as the people with the nets had already gone away. My knowledge in ichthyology were unfortunately insufficient to determine the specimens precisely that had become victims of the dynamite. One of the fishes with a remarkable red coloring of the scales could be possibly classified as a barbel.

Links

  • Location: Tji Pandak, Indonesia
  • ANNO – on 20.04.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „De Widerspänstige“, while the k.u.k. Hof-Operntheater is performing the opera „Carmen“.

Sindangbarang — Tjipandak, 19. April 1893

Eine Folge des uns wenig willkommenen Ramelanfestes war leider, dass wir am Morgen unsere Pferde absolut nicht bekommen konnten und weder Pferdewärter, noch Kulis, noch Dorfälteste zu finden waren; alles ergab sich nach den Freuden des gestrigen Tages noch der Ruhe und wir wurden, obgleich um halb 5 Uhr morgens bereit, doch erst gegen 6 Uhr in Sindangbarang flott. Schlaftrunken bewegte sich die Karawane dem Meere zu.

Der Ritt in dem weichen Sand der Düne war dadurch reizvoll, dass uns die vorgeschriebene Route beinahe unausgesetzt längs der Küste führte, und wir so das weite, blaue Meer mit seinen mächtigen, ans Ufer anprallenden Wogen zur Rechten, die grünen Hügel der Küste zur Linken hatten. Der Morgen war vor Sonnenaufgang angenehm kühl, und zudem erfrischte uns und unsere Pferde der feine Wasserstaub, den die Brandung aufwarf; nach zwei Stunden nahm die Flut immer mehr zu und oft schlugen die Ausläufer der Wellen unter den Füßen unserer Pferde durch. Die gewaltige Brandung an der Südküste Javas, an die sich die riesigen Wogen der offenen See heranwälzen, um sich hier an einem unüberwindlichen Walle schäumend zu brechen, ist eines jener erhabenen Naturbilder, welche das Auge nicht müde wird zu schauen, welche das Gedächtnis auf immer dar bewahrt. Gewaltig, unermesslich, heilig ist die Macht der Elemente; wie schwach und klein dagegen der Mensch!

Tausende von Krabben liefen auf dem warmen Sand hin und her, auf dem wir große Stücke porösen Bimssteines fanden, welche von der See ausgeworfen, vom Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883 herrühren sollen.

Bei dem Kadaver eines gefallenen Pferdes beobachtete ich einen Seeadler mit ganz weißer Brust und gleichfarbigem Kopf: später sah ich ein zweites Exemplar auf einer dürren Palme sitzen.

An einer Stelle verwehrten Felsen den Pfad an dem Strand, so dass wir mit einem Umweg tiefer ins Uferland zogen; doch auch hier stellte sich uns noch manches Hindernis entgegen, vor allem der ziemlich breite Tji Udjong (Oedjong), der sich in solchen Windungen fortbewegte, dass wir ihn auf einer ganz kurzen Strecke dreimal überqueren mussten; das erste Mal mittels einer improvisierten Fähre, auf welcher auch die Pferde einzeln verladen wurden; die beiden anderen Mal watend, wobei wir ziemlich tief ins Wasser kamen. Ein besonders störrisches Pony sprang von der Fähre in den Strom, schwamm aber lustig an das andere Ufer, so dass dieses Intermezzo keinen anderen Nachteil hatte, als dass der Reiter des Pony sich in einen von Wasser triefenden Sattel setzen musste.

Das Durchwaten des Flusses bot zumal bei der Tiefe des Wassers ein hübsches Bild: als erster ritt stets der ortskundige Führer hindurch; dann folgte ich auf meiner Schimmelstute, die sich übrigens im Wasser sehr vernünftig benahm, hierauf kamen die anderen Herren und zum Schluss der Jägertross auf den Ponys, die sich teils schwimmend, teils strampelnd fortbewegten und manchmal nur mehr den Kopf außer Wasser hatten.

Wir wurden zwar bei jedem derartigen Übergang ganz durchnässt, betrachteten dies jedoch als angenehmes Bad, da große Hitze herrschte; die Sonne meinte es recht gut, senkrecht sandte sie ihre sengenden Strahlen auf uns herab. Das war heute einmal eine der äquatorialen Zone würdige Temperatur!

Abermals am Gestade des Meeres, bogen wir endlich nach einem Ritt von 20 km nach Norden und standen dann binnen kurzem vor dem Camp in Tjipandak, das uns die nächsten Tage über beherbergen sollte. Etwas Wohnlicheres und Gemütlicheres konnte man nicht finden, und mit lauten Ausrufen der Freude und des Entzückens begrüßten wir Herrn Borrel, einen Freund Kerkhovens, der einige Tage vor uns hieher geeilt war, um dieses Lager zu schaffen. An dem Ufer des blau schimmernden Tji Pandak, der einem Gebirgsstrom ähnlich rauscht, lagen zwischen grünen Bäumen die Hütten, welche aufs luftigste ganz aus Bambus gebaut waren, während Palmenblätter die Wände und das Dach bildeten. In der Mitte des Camp stand auf Pfählen unter einem Palmendach eine Art Plattform, die uns als Speiseraum dienen sollte, rechts davon befand sich meine Behausung, links jene der Herren meiner Suite; im Hintergrund lagen Hütten, welche für Hodek und die Diener bestimmt waren. Für die Pferde war durch offene Ställe vorgesorgt. Vor dem Camp erhob sich im Wasser eine kleine Hütte, um das Baden auch im Sonnenbrand zu ermöglichen, ohne dass man Gefahr lief, vom Sonnenstich getroffen zu werden.

Das war alles, aber auch das Richtige für ein Lager im Urwald. Herr Borrel hatte mit vollem Verständnis für die Sachlage den klimatischen und lokalen Verhältnissen Rechnung getragen und jeden unnötigen Komfort bei Seite gelassen; man konnte hier eigentlich ganz im Freien leben, war aber gegen die Sonne doch geschützt und genoss in der Nacht, insbesondere dank der Nähe des Flusses, angenehme Erfrischung.

So gedenken wir denn in unserem kleinen Tal, von der Welt abgeschnitten, in wahrhaft idyllischer Weise zu leben; die Stunden, die nicht der Jagd gewidmet sind, wollen wir plaudernd und ruhend in der Speisehütte verbringen, um ab und zu in die Fluten des Gebirgsflusses zu tauchen, der mit seinem klaren, kühlen Wasser ein köstliches Bad spenden und uns laben soll; da soll uns keine Post, kein Telegraph, keine schnaubende Lokomotive die wohltuende Ruhe stören. Sei mir gegrüßt, jungfräuliche Natur, die du uns hier lieblich umfängst! Heute noch sollte gejagt werden. Das Ziel meiner Wünsche war nämlich, einen Banteng zu erlegen und dessen prachtvoll gehörnten Kopf als Trophäe heimzuführen. Stellt doch der auf den indischen Inseln, dann in Siam und Birma in Herden lebende Banteng (Bos sondaicus) die größte aller Arten des wilden Rindes der Jetztzeit dar. Herr Borrel meldete, dass alles bereit sei und stellte sich auf einem Sandelhout-Pony als Führer an die Spitze des Zuges. In der Nähe des Lagers waren ganz frische Fährten von Bantengs gefunden worden, und so sollten denn dort zwei Triebe gemacht werden. Der Weg zum Platz war für die Pferde abermals sehr anstrengend, da wir sehr steile Lehnen zu passieren hatten und den Fluss an drei Stellen durchwaten mussten; die ersten beiden Übergänge gingen ganz gut vonstatten; beim letzten aber kamen wir so tief in das reißende Wasser, dass die kleinen Pferde nur mit Mühe hindurchkamen.

Die Gegend, in der wir jagen wollten, trug einen anderen Charakter als jene, die wir bisher durchzogen hatten. Die Formation war allerdings dieselbe; doch war hier das von Tälern durchschnittene und von Schluchten erfüllte Höhenland nicht mehr gleichförmig mit Wald bedeckt, sondern wies zwischen vereinzelten Waldstreifen ausgedehnte, mit Alanggras bewachsene, grüne Flächen auf; offenbar hatten hier vor Zeiten große Waldbrände gewütet und den Boden an zahlreichen Stellen freigelegt.

Dieser Landstrich bildet den Lieblingsaufenthalt der Bantengs. welche tagsüber in den Dickungen der Wälder weilen, gegen Abend jedoch auf jene Stellen hinausziehen, wo das Alanggras junge Triebe zur Äsung bietet. Die einzig mögliche Art, hier auf Bantengs zu jagen, ist das Treiben, da an ein Pürschen in den undurchdringlichen Dickungen nicht zu denken ist. Nach Ablauf der Regenzeit, also anfangs Mai, zünden die Eingeborenen all die trockenen Alangflächen an, so dass dann das Wild in einer Waldparzelle leicht abzuspüren und zu bestätigen ist, und Triebe sofort unternommen werden können. Leider fiel meine Anwesenheit auf Java noch in die Regenzeit, weshalb denn das Jagen zu dieser Zeit überall durch den hohen Stand des noch grünenden Alanggrases ungemein erschwert war. Das Abspüren von Wild war fast unmöglich und selbst Wild, welches aus der Dickung hervorbrach, in dem hohen, dichten Gras nur in der Entfernung weniger Schritte sichtbar — stand doch das Alanggras an vielen Stellen so hoch, dass in ihm nicht einmal ein Pferd gesehen werden konnte, ja die Spitzen der Grashalme mitunter sogar über den Kopf des Reiters hinaus emporragten.

Die Triebe auf Bantengs werden in der gegenwärtigen Epoche auf folgende Weise durchgeführt: die Treiber umstellen eine Dickung und bilden eigentlich nur Abwehren, indem sie nach dem Hebschuss mit ihren Bambusklappern kolossalen Lärm verursachen, während einzelne Jäger auf den Wechseln eindringen und, sobald sie eine Fährte gefunden haben, die Hunde lösen, worauf diese alsbald Laut geben und das Wild auftreiben. Ist nun diese Methode nicht von Erfolg begleitet, so werden, soweit möglich, auch die Wehren zum Vorgehen beordert, was jedoch bei der in den südlichen Gegenden allüblichen Art zu jagen, mit wenig Erfolg geschieht.

Unordnung, Lässigkeit und Zeitversplitterung seitens der Treiber machten sich leider auch heute recht bemerkbar; bei systematischem, korrektem Treiben müsste es meiner Ansicht nach nicht allzu schwer fallen, Bantengs zu erbeuten. Allerdings würde dann diese seltene Spezies bald ausgestorben sein; denn offenbar ist es nur der Mangelhaftigkeit des Jagdbetriebes zu verdanken, dass heute so mächtige wilde Rinder überhaupt noch nicht völlig ausgerottet sind.
Als oberster Leiter unserer Jagden fungierte ein mohammedanischer Priester (Hadschi), der hier als der tüchtigste Sachkundige in Jagdangelegenheiten gilt und sich auch nach Kräften der Sache angenommen hatte.

Der erste Trieb war zu Ende gegangen und völlig resultatlos verlaufen. Ursprünglich bestand die Absicht, dem ersten Triebe einen zweiten folgen zu lassen, doch glaubte Herr Kerkhoven davon absehen zu sollen, da in dem Trieb Wild bereits flüchtig gespürt worden war, so dass keine Hoffnung bestand, bei einem neuerlichen Versuche besseren Erfolg zu erzielen. So kehrten wir denn, den Fluss wieder dreimal überquerend, in unsere Palmenhütten heim, wo unser ein von einem javanischen Kochkünstler bereitetes Mahl wartete, nach dessen Beendigung wir zu früher Nachtstunde unser Lager aufsuchten.

Ich schlief bereits fest, als ich plötzlich durch lautes Geräusch geweckt wurde, da in unmittelbarer Nähe meines Lagers eine Tierstimme ertönte. Aufspringend wurde ich des Tieres, dessen Laute mich so jäh geweckt hatten, alsbald gewahr. Es war ein Gecko, eine jener großen Eidechsen, deren brüllender Ruf dem Neuling wohl den Glauben beibringen kann, es schreie ein großes Tier. Der Feuerschein einiger Zündhölzchen, die ich rasch in Brand gesetzt hatte, verscheuchte den Störefried, welcher in dieser Nacht nicht wieder zum Vorschein kam.

Links

  • Ort: Tji Pandak, Indonesien
  • ANNO – am 19.04.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Das Heiratsnest“, während das k.u.k. Hof-Operntheater die Oper „Der fliegende Holländer“ aufführt.

Sindangbarang to Tjipandak, 19 April 1893

A consequence of the unwelcome Ramelan feast was that we, unfortunately, were absolutely unable to get our horses in the morning and neither horse keepers nor coolies nor village elders could be found. Everybody was still at rest after the joys of the day before and we were finally  starting to move towards 6 o’clock in Sindangbarang, despite being ready for departure since half past 4 o’clock. Sleepily the caravan moved towards the sea.

The ride in the soft sand of the dune was very attractive as the prescribed route led almost all alongside the coast and we had the wide blue sea with its mighty waves crashing into the shore to our right and the green coastal hills on the left. The morning before sunrise was agreeably cool and the fine water mist of the crashing waves was refreshing us and the horses. After two hours the tide increased more and more and the outliers of the waves were splashing under the feet of our horses. The crashing waves on the Southern coast of Java that approach in giant waves from the open sea only to foamingly break against the insurmountable wall is one of the noble sights of nature which the eye never tires to look at, which the memory will forever preserve. Enormous, boundless, holy is the power of the elements; how small and weak is man in comparison!

Thousands of crabs were running back and forth on the warm sand in which we found large pieces of pumice which the sea has disgorged and which are said to come from the eruption of Krakatoa in 1883.

Near a cadaver of a dead horse I observed a sea eagle with a fully white breast and head in the same color. Later I saw a second specimen sitting on a barren palm tree.

At one place rocks were barring the way to the beach so that we had to take a detour deep into the shore land- Even there we were faced with many obstacles, especially the rather wide Tji Udjong (Oedjong) that lay in such turns that we had to cross it three times in a very short distance. The first time on an improvised raft on which the horses were loaded too. the other two times wading across whereas we were submerged rather deeply in the water. An especially stubborn pony jumped from the raft into the river and swam happily to the other shore so that this intermezzo had no other disadvantage than the fact that the rider of that pony had to sit on a water-soaked saddle.

The wading of the river offered a pretty view due to the depth of the water: In front rode always our local guide, then followed I on my white mare which by the way behaved very sensibly in the water, then the other gentlemen and at the end the hunting baggage train on ponies which advanced partly swimming partly splashing and sometimes only keeping the head above the water.

We became in fact completely wet during each crossing but considered this an agreeable bath as the heat was intense. The sun mean very well, it sent its vertical hot rays down upon us. The temperature was today for once suitable for an equatorial zone!

Again at the beach we finally turned after a ride of 20 km to the north and stood after a short while in front of the camp in Tjipandak which we would occupy during the next few days. Something more habitable and cosy one could not find. With loud shouts of joy and appreciation we greeted Mr. Borrel, a  friend of Kerkhoven, who had rushed ahead a few days before to create this camp here. At the shore of the glittering blue Tji Pandak that rushes similar to a mountain river were huts between green trees, built airily completely out of bamboo while  palm leaves formed the walls and the roof. In the center of the camp stood some kind of platform on poles under a palm leaves roof which was to serve as our dining room. To the right was my accommodation, to the left those of my entourage. In the background were huts intended for Hodek and the servants. For the horses there were provided open barns. In front of the camp there was a small hut in the water to allow taking a bath or sunning oneself without the danger of catching a sunstroke.

This was all but just the right kind for a camp in the jungle. Mr. Borrel had fully taken into consideration the climatic and local relations and left out every unnecessary comfort; one could thus live completely out in the open but was protected against the sun and enjoyed the agreeable refreshing night thanks to the river nearby.

Thus we intend to live truly in an Arcadian way in our small valley cut off from the world. The hours not devoted to hunting we wanted to spend in conversation and rest in the dining hut, dive from time to time into the water of the mountain river whose clear cool water offers a delicious bath and would refresh us. No mail, no telegraph, no steaming locomotive would interrupt the pleasant calm. I greet you, virginal nature that surrounds us here in such a lovely manner! Today still, a hunt was planned. The result of my desires namely should be to bag a Banteng and bring its splendidly horned head back as a trophy.  Bantengs (Bos sondaicus) which live in herds are truly the largest wild cattle of the present era in the Indian islands, Siam and Burma. Mr. Borrel reported that all was ready and placed himself as a guide on a Sandelhout pony  at the front of the column. Close to the camp fresh tracks of Bantengs had been found and thus two drives were to be undertaken from there. The ride to the place was again very tiring for the horses as we had to pass over very steep ridges and the river had to be waded across three times. The first two crossings went rather well, at the last one we had to go so deep into the rapidly flowing water that the small ponies came across only with difficulties.

The ground we wanted to hunt in had a different character than the areas we had up to now crossed. The formation, however, was the same, but here the highlands cut by valleys and filled with gorges was not covered equally with woods anymore but had extended green areas  with Alang grass between patches of woods. Apparently large forest fires had raged here some time ago and laid bare the ground in numerous places.

This spot was the favorite place of the Bantengs that stay in the thickets of the woods during the day and venture out towards evening to those spots where the Alang grass offers saplings for grazing.  The only possible art of hunting Bantengs here is the drive, a chase through the impenetrable thickets is not possible. After the end of the rainy season, that is the beginning of May,  the natives ignite the dry Alang areas so that then the game can be easily discovered in forest clusters and confirmed. Drives can then be immediately undertaken. Unfortunately my presence on Java was still during the rainy season, which made hunting extremely difficult due to the tall and still green Alang grass. The discovery of game was nearly impossible and even game that emerged out of a thicket was only visible from a few paces away in the tall dense grass — The Alang grass was in many places so high that not even a horse could be seen in it, the points of the grass stalks could even rise higher than the head of a rider.

Hunting Bantengs is performed in the current era in the following matter: The drivers surround a clearing and defend it in creating great noise with bamboo rattles after the lifting shot, while individual hunters enter into the clearing and as soon as they have found a track, send out the dogs that will bark as soon as they discover the game. If this method is unsuccessful, all are ordered to advance into the clearing if this is possible but usually without much success due to the hunting methods used everywhere in the southern regions.

Disorder, carelessness and waste of time by the drivers was very noticeable today. In a systematic and correct drive it should not have been too difficult in my opinion to bag some Bantengs. But then this rare species would soon go extinct. Apparently it is only due to the deficiency of the hunting organization that this mighty wild cows had not yet been eradicated.

As our chief hunter served a Mohammedan preacher (Haji) who was considered the best authority on hunting matters here and forcefully took charge of the affair.

The first drive ended completely without a result. Originally it was intended to follow-up the first drive with a second drive but Mr. Kerkhoven believed to desist as the drive had made all game escape so that there was no hope to achieve better results in the second attempt. Thus we returned, crossing the river three times again, to our palm huts where a meal cooked by a Javanese cooking artist was awaiting us. After the conclusion of the meal we went to rest at an early hour of the night.

I was already sleeping when a loud noise woke me as close to my rest an animal voice was heard. I jumped up and soon noticed the animal whose sounds had awoken me so abruptly. It was a gecko, one of these large lizards whose loud screams might mislead a novice to  think that it was a large animal. The light of a few matches which I had quickly ignited chased away the intruder that did not appear again during the night.

Links

  • Location: Tji Pandak, Indonesia
  • ANNO – on 19.04.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Das Heiratsnest“, while the k.u.k. Hof-Operntheater is performing the opera „Der fliegende Holländer“.

Tanggeng — Sindangbarang, 18. April 1893

Auf den heutigen Tag, den ersten des Monates Sawal nach dem Ende des Fastenmonates Ramelan (Ramasan) oder Pasa, fiel das Idul-Fitr-Fest der Javanen. Dieser Tag, — Garebeg Puwasa-Tag — welcher von den Eingeborenen als Neujahrstag betrachtet wird, wurde uns im Lauf des heutigen Ritts dadurch ersichtlich, dass allenthalben in den kleinen Ansiedlungen, die wir zu passieren hatten, Musik ertönte und Feststimmung vorherrschte.

Nach langem, erquickenden Schlaf brachen wir auf, um zunächst einen Berg auf einem Weg zu erklimmen, dessen Steilheit jener unserer Gebirgspfade nicht nachstand. Der Himmel hatte sich völlig geklärt, die Sonne stand hoch und wir genossen während des Aufstieges eine wunderbare Aussicht empor zu unzähligen Bergspitzen und Vulkanen, niederwärts zu den Hügelketten und Tälern des Umkreises; ein großer Teil der Residentschaft der Preanger Landschaften, ein herrliches Stück Westjavas lag uns vor Augen und zu Füßen.

An dem vollen Genuss dieses entzückenden Panoramas behinderte uns allerdings zuweilen die Sorgfalt, die wir auf dem schwierigen Terrain unseren Pferden zuwenden mussten; denn der Regen des verflossenen Tages hatte die an den steilsten Wegstellen in die Berglehne geschlagenen Stufen so überaus glatt und schlüpfrig gemacht, dass unsere Pferde nur mit der äußersten Anstrengung hinaufklettern konnten. Endlich waren wir mit Mühe auf dem Kamm angelangt, der die Grenzscheide der Distrikt Djampang wetan und Tjidamar bildet, und wurden hier von dem Chef des Distrikts Tjidamar mit vielen Bücklingen begrüßt.

Unsere sehr ermüdeten Pferde bedurften kurzer Rast, worauf es auf einem verhältnismäßig guten Weg bergab, bergauf weiter ging. Das Landschaftsbild übertraf an Schönheit selbst jenes, welches tagszuvor unser Entzücken wachgerufen hatte. Das war echter tropischer Urwald, in dem ein malerisches Bild das andere verdrängte; ein jedes aber war reizend und eigenartig. Hier säumen hohe Baumriesen den mit dichtem Rasen bekleideten Pfad ein; dort schießt wucherndes Unterholz auf einer Rodung empor; dann umfängt uns wieder dichter, viele Meilen Landes bedeckender Hochwald, in seinem Schoße dem Wilde Schlupfwinkel bietend, welche für den Jäger unerreichbar sind. Ob Baum, ob Strauch, Kraut oder Moos, hier war jede Pflanze üppig und schön, die Mannigfaltigkeit der den Boden schmückenden Gewächse
unerschöpflich. So bildete allein der Stamm eines abgestorbenen Baumes den Keimboden und Wurzelgrund für zwanzig der verschiedensten Pflanzenarten. Wir waren sämtlich darin einig, dass die Vegetation auf Java selbst das herrliche Pflanzenkleid Ceylons, geschweige andere Florenreiche Indiens, in jeder Hinsicht weitaus übertrifft.

Die Armut der Vogelwelt fiel uns auf, denn außer einigen Columbiden sowie einzelnen ganz kleinen Nektarinen sah ich nur noch einen großen Nashornvogel.

Von einer Ansiedlung an, bei welcher die Pferde gewechselt wurden, fiel der Weg ziemlich scharf gegen die Südküste Javas sowie gegen das nahe dem Meeresstrand gelegene Sindangbarang ab, und nun sahen wir zwischen den Bäumen tief unter uns das weite, blaue Meer schimmern und konnten deutlich die weiße Linie der starken Brandung unterscheiden.
Der Abstieg erfolgte meistenteils zu Fuß, wobei wir die Pferde am Zügel nachführten. Dann übersetzten wir den tiefen Fluss Sadea, was sehr rasch vor sich ging. obgleich in den kleinen Bambuskähnen, die wir hier benützten, stets nur je ein Pferd Platz fand.

Noch 7,5 km in ebenem Terrain, dem Ufer des Flusses entlang, und wir hatten ein kleines Rasthaus im Distriktsort Sindangbarang erreicht, das, umgeben von einer Ansiedlung, im Schatten mächtiger Bäume lag und bestimmt war, uns nach den Mühen des langen Ritts ersehnte Herberge zu bieten. Auch unseren Pferden schien die Rast willkommen zu sein; hatten sie doch 28 km in so ermüdendem Terrain zurückgelegt, dass sie zu Ende des Ritts angetrieben werden mussten und unaufhörlich gestolpert waren.

Obgleich Sindangbarang noch ungefähr 20 Minuten von der Seeküste entfernt ist, hörte man doch im Rasthaus das Brausen der brandenden See. Gegen Abend ging ich mit den Herren meiner Suite in der Absicht, etwa ornithologische Beute zu machen, bis an den Strand, wo wir uns an dem Anblick der mächtigen Brandung, die wie bei Ostende oder Helgoland über ganz flachen Sand hinschäumt, erfreuten. Doch genügte uns auf die Dauer die Betrachtung der Salzflut nicht und so liefen Clam und ich ohne Weiteres in die mannshohen Wellen und nahmen ein erquickendes, herrliches Duschbad. Die anderen Herren folgten bald unserem Beispiele und nun standen wir alle in den verschiedensten Kostümen auf dem Strand, um uns von den schaumenden Wellen überspülen zu lassen, was nach der Hitze des Tages außerordentlich angenehm war. Unsere Gewänder, die wir nicht abgelegt, hatten freilich bedeutenden Schaden erlitten, so dass wir unter allgemeiner Heiterkeit und allerlei Kurzweil in ziemlich mangelhafter Bekleidung in das Rasthaus zurückkehrten.

Dem großen Ramelanfest zu Ehren war abends im Dorf allgemeiner Spektakel, so dass ich, um meine Kenntnisse der Sitten und Gebräuche auf Java zu vermehren, noch einen längeren Rundgang machte; doch bot dieser nicht viel Neues oder Bemerkenswertes. Einige eingeborene Damen bearbeiteten wieder, im Takt singend oder eigentlich heulend, mit Bambusstäben einen ausgehöhlten Baumstamm, während sich in der Nähe große Menschengruppen um ein Wajang drängten. Dieses Wajang, welches mich lebhaft an ein ins Javanische übertragenes „Wursteltheater“ erinnerte, war dem Schattenspiel, das wir in Garut gesehen hatten, ziemlich ähnlich.

Noch bis spät in die Nacht hörte man die eintönigen Schläge des Gong und die melancholische Musik des Gamelang ertönen, was nicht zur Beförderung des allen so notwendigen Schlafes beitrug und uns weniger Äußerungen des Beifalles als solche des Unmuts entrang.

Links

  • Ort: Sindangbarang, Indonesien
  • ANNO – am 18.04.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Die Journalisten“, während das k.u.k. Hof-Operntheater die Oper „Robert der Teufel“ aufführt.

Tanggeng to Sindangbarang, 18 April 1893

Today, the first of the month Sawal after the end of the fasting month Ramelan (Ramasan) or Pasa, was the Javanese feast of Idul-Fitr. This day — Garebeg Puwasa day — is considered the start of the new year by the natives which became apparent to us during the ride when the small settlements we passed through were all filled with music and a festive air.

After a long refreshing sleep we departed to first climb a mountain along our route whose steepness was in no way less demanding than one of our own mountain trails. The sky had completely cleared up, the sun stood high and we enjoyed a wonderful view upon the countless mountain peaks and volcanoes during our way up and on the way down upon the mountain ranges and surrounding valleys. A large part of the Preang residency lay in front of our eyes and feet, a splendid piece of West Java.

The full enjoyment of these enchanting panoramic views suffered from the care demanded by the difficult terrain so that we had to attend to our horses, as the rain of the last few days had made the steps cut into the steepest parts of the mountain trail very smooth and slippery so that our horses had great difficulty in climbing. Finally, with great effort we reached the top which marked the divide between the districts Djampang wetan and Tjidamar. There we were greeted by the district chief of Tjidamar with many bows.

Our very tired horses required a short rest and then the route descended on relatively good trails only to go up again. The scenery surpassed in beauty even that seen the day before which had enchanted us so much. This was true tropical forest in which one picturesque view displaced the next one; each, however, was enchanting and unique. Here giant trees are lining the trail that was thickly covered with grass. There emerges rampantly growing brushwood in a clearing, Then we are enclosed for miles by a thick high forest which provided cover for game that was unreachable for the hunters. Whether it was a tree, a bush, a herb or moss, every plant was luxurious and beautiful, the diversity of the plants decorating the ground seemed inexhaustible. Thus the trunk of a dead tree provided the seeding space and root bed for twenty of the most different plant species. We all agreed that the vegetation of Java surpassed the splendid plant variety of Ceylon by far, to say nothing about the other floral kingdoms of India.

The poverty of the variety of birds was noticed by us as, apart from some Columbidae as well as some small nectarines, I only saw a single large hornbill.

Starting at a settlement where the horses were switched, the trail descended steeply towards the Southern coast of Java as well as towards Sindangbarangab which was situated close to the sea coast. Now we saw between the trees deep down below us the glittering wide blue sea and were able to distinguish clearly the white line of the strong breaking waves.

The descent happened mostly on foot with us leading the horses by the reins. Then we crossed the deep river Sadea, which went very quickly despite the small bamboo barges we used that could only carry one horse at a time.

After 7,5 km in plain terrain along the river shore we reached the small rest lodge of the district village of Sindangbarang,  which was surrounded by a settlement and lay in the shadow of mighty trees and was to serve us as our much desired accommodation after a long ride. Our horses too seemed to appreciate the rest. They had covered 28 km of very demanding terrain so that they had to be pushed at the end of the ride and were stumbling constantly.

Despite Sindangbarang’s location about 20 minutes from the sea coast, one could still hear the booming sea in the rest lodge. Towards evening I went to the beach with the gentlemen of my entourage in order to bag some ornithological catches. We enjoyed the view of the powerful breakwater that expands over the totally flat sand  just like at Ostend or Helgoland. But just the view of the salty water did not provide sufficient entertainment and thus Clam and I ran without a plan into the man-high waves and took a gorgeous refreshing bath. The other gentlemen soon followed our example and now we were standing in the most diverse costumes on the beach and let the foaming waves splash around us which was very agreeable after the heat of the day. Our clothes which we had not taken off were however considerably damaged so that we  returned to the rest lodge all happy and entertained but in very deficient clothing.

To honor the great Ramelan feast there was a common spectacle in the village so that I made an extended tour to learn more about the customs and manners on Java, but it did not offer much that was new or remarkable. Some native women were beating again in time with bamboo sticks upon a hollowed out tree trunk, singing or actually howling, while nearby large crowds were packed around a Wajang. This Wajang, which reminded me vividly of a Javanese version of a „Punch and Judy theater“,  was similar to a shadow play which we had seen in Garut.

Until late in the night one could hear the monotonous beats of the gong and melancholic music of the Gamelang which didn’t help to catch some sleep that was so necessary for all and led not to words of appreciation but rather to expressions of displeasure.

Links

  • Location: Sindangbarang, Indonesia
  • ANNO – on 18.04.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Die Journalisten“, while the k.u.k. Hof-Operntheater is performing the opera „Robert der Teufel“.