Singapore, 13 July 1893

Today a steamer in the new harbor made room for us and so we could start loading coal. This happened very quickly, thanks to the assistance of Chinese coolies, so that, in a single day, we had loaded the required reserve on board.

Links

  • Location: Singapore
  • ANNO – on 13.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Vater und Sohn“. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

Singapur, 13. Juli 1893

Heute machte uns ein Dampfer im Neuen Hafen Platz und konnten wir mit dem Verladen der Kohle beginnen, was dank der Hilfe der chinesischen Kulis so rasch vor sich ging, dass wir im Lauf eines einzigen Tages den nötigen Vorrat an Bord gebracht hatten.

Links

  • Ort: Singapur
  • ANNO – am 13.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Vater und Sohn“, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

Singapore, 12 July 1893

At 4 o’clock the light beacon of Horsburgh became visible and at a quarter before 9 o’clock the anchors were dropped in the roads of Singapore.

The Belgian consul general M. J. de Bernard de Fauconval, still representing our consular affairs here, representatives from the English government and suppliers soon brought messages from Europe on board that were immediately reported to me in my sick bed.

The last messages we received from home, namely in Sydney, dated from the start of the month of April and the most recent Viennese newspapers carried the date of 6 April. Since then, we had been left without news, apparently due to misdirection of the mail. During our long journey through the Melanesian islands to Singapore, we had constantly guessed when and where we would encounter our mail. Before each call at a harbor in which the mail might have been waiting for us, our expectations about this served as a general topic of conversation and the commissary officer was overwhelmed with questions about the higher or lower probability of satisfying our hopes and was blamed, in advance, for any disappointments. Unfortunately, the latter did occur!

We had heavily counted upon to find a mail package already in Thursday Island or, for instance, in Amboina — but each time in vain! How bitter it is to travel for four and a half months without receiving even the tiniest news from home can only be appreciated by those who can feel the joy in the hearts of those, thousands of miles away from home, who receive a new voluminous mail package on board — a mail package that contains letters and with them the assurance that many a dear being at home has not forgotten the distant traveller.

Some of the messages brought on board by the consul general were in way positive. Apart from the rumor that a revolution had occurred in Paris and the information that the English admiral’s ship „Victoria“ did sink with a loss of life in the waves of over 400 brave sailors, we were informed that the political situation in Siam was now in a state that it was questionable whether it was a sound idea for us to pay a visit to Bangkok. It was said that the French government talked about setting up a blockade and that the Siamese thought about resisting energetically and had already blocked the river Menam with ships sunk for that purpose. Multiple French troop transport ships and gun boats had been rushed there. Given the tense situation, a declaration of war could happen at any moment.

I immediately telegraphed Coudenhove, legation secretary of our embassy in Tokyo staying in Bangkok, to send authentic information about the recent entanglements. He answered however that the King of Siam was definitely expecting my visit. During the day, a Siamese officer named Luang Visadh Parihar came on board on behalf of his government to seek information about my intentions, and this messenger was announced our probable arrival in Bangkok.

During the day we had to remain in the roads as the New Harbor where coal is usually loaded was so overcrowded with ships that we could not enter.

Links

  • Location: Singapore
  • ANNO – on 12.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Die guten Freunde“. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

Singapur, 12. Juli 1893

Morgens 4 Uhr kam das Leuchtfeuer von Horsburgh in Sicht, und um 8 3/4 Uhr fielen die Anker auf der Rhede von Singapur.

Der noch immer die Geschäfte unseres Konsulates versehende belgische Generalkonsul M. J. de Bernard de Fauconval, Vertreter der englischen Regierung und Lieferanten brachten alsbald Mitteilungen aus Europa an Bord, die mir auf meinem Schmerzenslager sogleich berichtet wurden.

Die letzten Nachrichten, die wir aus der Heimat, und zwar in Sydney erhalten hatten, stammten aus dem Beginn des Monates April, und die jüngsten Wiener Zeitungen, die uns zugekommen waren, trugen das Datum des 6. April. Seit dieser Zeit waren wir, offenbar infolge von Irrtümern bei Instradierung der Postsendungen, ohne Nachrichten geblieben. Während der langen Fahrt durch die melanesische Inselwelt bis nach Singapur hatten wir an Bord unablässig Kombinationen darüber angestellt, wann und wo wir mit der für uns bestimmten Postsendung zusammentreffen würden, und vor dem Anlaufen eines jeden Hafens, in dem dieselbe möglicherweise für uns erliegen konnte, bildete unsere Erwartung das allgemeine Gesprächsthema, wurde der Kommissär mit Fragen über die größere oder geringere Wahrscheinlichkeit der Erfüllung unserer Hoffnungen bestürmt und im vorhinein für eine Enttäuschung verantwortlich gemacht. Leider blieb letztere nicht aus! Wir hatten mit Sicherheit darauf gerechnet, schon in Thursday Island oder etwa in Amboina ein Postpaket zu finden — aber jedes Mal vergebens! Wie bitter es ist, vierthalb Monate reisen zu müssen, ohne die geringste Nachricht aus der Heimat zu erhalten, kann nur mitempfinden, wer die Freude nachzufühlen vermag, die in den Herzen jener, welche Tausende von Meilen fern von der Heimat weilen, das Erscheinen eines voluminösen Postpaketes an Bord hervorruft — eines Postpaketes, welches Briefe und mit ihnen die Gewissheit bringt, dass manch liebes Wesen daheim des fernen Seefahrers nicht vergessen hat.

Einige Nachrichten, welche der Generalkonsul an Bord gebracht hatte, waren keineswegs erfreulicher Natur. Außer dem Gerücht, dass in Paris eine Revolution ausgebrochen, und der Mitteilung, dass das englische Admiralschiff „Victoria“ untergegangen sei, wobei 400 brave Seeleute ihren Tod in den Wellen gefunden hatten, wurde uns hier die Botschaft zuteil, dass die politische Konstellation in Siam mittlerweile eine solche geworden war, welche schon jetzt Zweifel wachrufen musste, ob es für uns rätlich sei, Bangkok anzulaufen. Man sprach von einer Blockade, welche die französische Regierung einzuleiten beabsichtige, davon, dass die Siamesen energischen Widerstand zu leisten gedächten und zu diesem Zweck bereits den Fluss Menam mit versenkten Schiffen gesperrt hätten, dass mehrere französische Truppenschiffe und Kanonenboote dahingeeilt seien, und dass angesichts der gespannten Situation jeden Augenblick die Kriegserklärung zu gewärtigen sei. Ich telegraphierte sofort an Coudenhove, den in Bangkok weilenden Legationssekretär unserer Gesandtschaft in Tokio, mit dem Ersuchen, uns über die eingetretenen Verwickelungen authentische Informationen zukommen zu lassen; doch lief von diesem die Antwort ein, dass der König von Siam meinen Besuch mit Bestimmtheit erwarte. Im Laufe des Tages kam ein siamesischer Offizier Luang Visadh Parihar an Bord, um im Auftrage seiner Regierung Erkundigungen über meine Intentionen einzuholen, und diesem Boten wurde unsere Ankunft in Bangkok in Aussicht gestellt.

Tagsüber mussten wir auf der Reede bleiben, da der Neue Hafen, in dem Kohlen gefasst zu werden pflegen, mit Schiffen so überfüllt war, dass wir nicht einlaufen konnten.

Links

  • Ort: Singapur
  • ANNO – am 12.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Die guten Freunde“, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

At Sea to Singapore, 11 July 1893

The inescapable fate that had struck nearly everybody on board selected me as one of its last victims. In the afternoon, I lay with fever in my cabin.

I had probably attracted the evil passenger on the Aru islands whose swamps deep below sea level befoul the air with miasmas. There a part of our crew became ill. While the fever showed itself immediately in case of a sailor, I had carried the lingering illness within me. Fortunately my illness was only of a lesser degree, but I was not spared the disagreeable side effects of tropical fever, especially the great weakness.

Links

  • Location: at Sea to Singapore
  • ANNO – on 11.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Die kluge Käthe“. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

In See nach Singapur, 11. Juli 1893

Das unvermeidliche Schicksal, welches beinahe alle an Bord ereilt hatte, ersah mich als eines der letzten Opfer aus; am Nachmittag bereits lag ich mit Fieber behaftet in meiner Kabine.

Vermutlich hatte ich mir den bösen Gast auf den Aru-Inseln geholt, deren tief unter dem Meeresniveau gelegene Sümpfe die Luft mit Miasmen verpesten. Dort war auch ein Teil der Mannschaft erkrankt; während aber bei den Matrosen das Fieber sofort zum Ausbruch gekommen war, hatte ich es als schleichende Krankheit in mir herumgetragen. Glücklicherweise war das Übel bei mir nur in geringem Grad aufgetreten, immerhin blieben aber auch mir die unangenehmen Begleiterscheinungen des Tropenfiebers, vor allem die große Schwäche, nicht erlassen.

Links

  • Ort: In See nach Singapur
  • ANNO – am 11.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Die kluge Käthe“, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

Cap Po — Kutsching, 10. Juli 1893

Sobald der heute keineswegs freundliche Morgen angebrochen war, lag die Barkasse mit dem Galaboot im Schlepp klar, so dass wir in Begleitung des Kommandanten, welchen ich eingeladen hatte, die Partie mitzumachen, mit dem Frühesten abstoßen konnten, den Sarawak hinaufzufahren.

Die südlich von Po Point gelegene Bucht erwies sich als sehr seicht, weshalb ein ziemlicher Umweg gemacht werden musste, bevor wir zwischen Muwaratahas und Brook’s Point die Mündung des Sarawak-Flusses erreichten. In der Bucht waren überall Vorrichtungen für den Fischfang, die uns schon von Amboina her bekannten, aus Rohr oder Bambus hergestellten, von Auslugsitzen für die Fischer überhöhten Labyrinth, sichtbar.

Die Fahrt selbst bot wenig Interesse; denn der Fluss zieht sich in starken Krümmungen durch flaches, eintöniges Land zwischen grünenden Baumwänden hin, welche weder schöne Palmen, noch andere hochragende Stämme aufwiesen. Die einzige Abwechslung boten dem forschenden Auge einzelne, kleine Eingeborenen-Dörfer, deren Hütten knapp am Ufer auf Piloten errichtet waren. Davor tummelten sich im Schlamm oder im Sand zahlreiche Kinder umher, welche die vorüberziehende Barkasse neugierig betrachteten.

Wir trafen eine beträchtliche Anzahl von Praus, welche sämtlich das Einsetzen des Flutstromes abwarteten, um die Fahrt gegen Kutsching fortzusetzen; der Unterschied zwischen Flut und Ebbe und die dadurch bedingten Strömungen flussauf- und flussabwärts sind hier ungemein stark und bilden eine wesentliche Erleichterung für die Flusschiffahrt, so dass mit dem Einsetzen der Strömungen stets ganze Flotillen von Praus in kurzen Abständen von einander dahinsegeln. Können nun diese Boote die Fahrt von der Mündung bis zur Stadt nicht in einem Tage zurücklegen, so gehen sie vor Anker, um die nächste Strömung abzuwarten.

Je mehr wir uns Kutsching näherten, desto enger wurde der mäandrisch gewundene Fluss, desto mehr Boote ruderten oder segelten an uns vorbei; manche derselben waren von Chinesen dicht besetzt. Sobald wir bei Tanah Putik die letzte Krümmung des Flusses überwunden hatten, lag Kutsching vor uns, das sich als eine lange Reihe von Ziegelöfen, Brettsägen, Hütten und Häusern präsentierte, welche von einem in grellem Weiß leuchtenden, einen kleinen Hügel dominierenden, mit einem Signalturm gekrönten Fort überragt wird.

Stromaufwärts dringend, kommt man zu der eigentlichen Stadt, einem merkwürdigen Gemisch europäischer und einheimischer Bauwerke. Die Kontraste der modernen und der malayischen Architektur platzen hier nicht jäh aufeinander, sondern scheinen, von der Ferne betrachtet, zu einem Bilde verschmolzen, das ganz anmutig wirkt. Hier wird ein zweites Fort, oder besser gesagt, eine befestigte Kaserne sichtbar, deren mit Kalk getünchte Mauern schneeweiß glänzen, während die Glacis und die Außenwerke ringsum von parkartigen Baumanlagen und üppig grünen Rasenflächen umgeben sind.

Auf dem linken Ufer thront die Residenz des Sultans, ein Gebäude im Villenstil; auf dem rechten Ufer erheben sich die öffentlichen Bauten, der Gerichtshof mit dem Postamt, die Markthalle, eine kleine Kaserne, das Gefangenenhaus, das Ufergelände selbst aber wird von chinesischen Wohnhäusern und den Hütten der Eingeborenen eingesäumt. Der Schmutz rings um diese Behausungen, die zahlreichen Fische, die hier in der Sonne trocknen oder verwesen, und allerlei unappetitliche Speisereste und Vorräte lassen penetrante, recht üble Düfte ausströmen. Zahlreiche, fast sämtlich mit der Flagge von Sarawak gezierte Fahrzeuge liegen dem Ufer entlang vertäut, darunter auch eine recht hübsche Dampf-Yacht, die dem Radscha gehört.
Die erste Frage, die wir nach der Landung an die uns umdrängende Schar Neugieriger in englischer Sprache richteten, war die, wo sich das Clubhaus befinde, welches die „Saida“ bei ihrem Besuch in Kutsching vorgefunden und zu rühmen gewusst hatte. Unsere Fragen waren geradezu stürmisch, da wir vor allem einen Imbiss einnehmen und ein wenig Toilette machen wollten, bevor wir an weitere Punkte des Tagesprogramms zu schreiten gedachten; doch erhielt ich zu meinem größten Leidwesen den Bescheid, dass jenes Clubhaus vor kurzem. verkauft und demoliert, durch ein anderes aber noch nicht ersetzt worden sei. So blieb denn nichts anderes übrig, als über den Fischmarkt, bei dem wir gelandet, durch die Stadt zu schlendern, um dort Rat zu suchen. Zum Glück stießen wir binnen kurzem auf einen blonden Sohn Albions, der sofort bereit war, uns zu orientieren und uns direkt zu einem großen, mit einer offenen Säulenhalle geschmückten Gebäude führte, in welchem der Gerichtshof, das Post Office und andere Ämter untergebracht waren. In der Halle stand eine Anzahl alter Geschützmodelle, zumeist chinesischer Provenienz, auf Holzsockeln friedlich nebeneinander aufgestapelt; hier überantwortete uns der Brite dem in Tropenuniform gekleideten Generalpostmeister von Sarawak, welcher nach Nennung meines Namens hinwegeilte, um den Radscha von meiner Ankunft zu verständigen.

Seine Hoheit Sultan Charles Johnson Brooke hielt, wie uns ein Blick durch die Säulen der halboffenen Halle belehrte, just selbst Gericht; denn da saßen neben dem Radscha gähnend die Richter in ihren mit Leder gepolsterten Stühlen, standen Kläger, Geklagte, Zeugen, und hatten wir so Gelegenheit, Einblick in eine Sitzung des den Titel „The Datus Court“ führenden Gerichtshofes zu tun. Dieser Oberste Gerichtshof des Reiches, in welchem der Radscha den Vorsitz führt und nur eingeborene Würdenträger Sitz und Stimme haben, bildet die höchste Instanz in allen bürgerlichen Rechtsstreiten der Eingeborenen. Die Untersuchung und Entscheidung solcher Rechtssachen erfolgt nach dem in Sarawak geltenden Gewohnheitsrecht.

Der Radscha unterbrach die Gerichtsverhandlung und erschien vor mir, einen langen Stock, als äußeres Zeichen seiner Würde, in der Hand und umgeben von einigen Großen seines Reiches. Durch mein plötzliches, wiewohl, da mein Besuch in Kutsching vor längerer Zeit angesagt worden war, nicht unvermutetes Erscheinen einigermaßen in Erstaunen versetzt, begann der Radscha nach einer Pause zu erörtern, in welcher Weise er mir dienlich sein könne. Sein Vorschlag, mir eine aus Leuten seiner Truppen gebildete Leibwache zur Verfügung zu stellen, entsprach keineswegs meinen Wünschen; denn diese waren einfach darauf gerichtet, meinen Hunger durch konsistentere Lebensmittel zu stillen als jene, welche der Markt von Kutsching bot, sodann die Stadt zu besichtigen und am kommenden Morgen einen Ausflug in das Innere des Landes zu unternehmen, um echte Dajaks und deren Dörfer in Augenschein zu nehmen und hiebei vielleicht persönliche Bekanntschaft mit einem sich noch seiner Freiheit erfreuenden Orang-Utan, diesem riesigen Menschenaffen, zu machen.

Wir legten dem Radscha dieses Programm dar, die Aussichten aber, dasselbe zu realisieren, ließen sich allerdings übel genug an. Mir seine Residenz zu zeigen, war der Radscha mit Vergnügen bereit; die Tour ins Innere aber, fuhr er fort, in so kurzer Zeit auszuführen, sei ein Ding der Unmöglichkeit, da ein solcher Ausflug mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen würde. So viel Zeit aufzuwenden war mir jedoch im Hinblick auf die fixierte Reiseroute sowie auf die herannahende Periode der Taifune in den chinesischen Gewässern leider unmöglich.

Was nun die Dajaks betraf, so musste ich hören, dass die Dajaks des Territoriums von Sarawak schon mildere Sitten angenommen und gleich ihren Dörfern alle Originalität eingebüßt hätten. Eine Folge der auch in die Urwälder Borneos allmählich eindringenden Zivilisation bildet eben das Verschwinden der als Seeräuber und Kopfjäger einst so berüchtigten Nordwest-Dajaks und ihrer vormals so originellen, mit Kriegstrophäen geschmückten Behausungen. So bereitet. was wir vom Standpunkt des Kulturfortschrittes begrüßen, dem Ethnologen eine Enttäuschung! Auch die Jagd auf Orang-Utans fiel ins Wasser, da diese, wie der Radscha erklärte, aus der Umgebung von Kutsching völlig verdrängt erscheinen.

Angesichts dieser wenig erfreulichen Mitteilungen beschloss ich, nach Besichtigung der Stadt an Bord zurückzukehren und dadurch unser Eintreffen in Bangkok zu beschleunigen.

Der Sultan wollte mir in seiner Haupt- und Residenzstadt persönlich den Cicerone machen und begann uns deren Sehenswürdigkeiten zu zeigen, wobei er eigentümlicherweise mit den Gefängnissen den Anfang machte, welche sein besonderes landesherrliches Interesse in Anspruch zu nehmen scheinen; sie sind in einer Festung en miniature untergebracht und unleugbar gut gehalten.

Ein hochgewachsener, sehr magerer Mann, schlug der Sultan, wiewohl hoch in den Sechzigen, der großen Hitze ungeachtet, eine Art Laufschritt an, was uns manchen Schweißtropfen kostete und die Besichtigung einiger der Anstalten zu einer oberflächlichen gestaltete. So stürmten wir durch die im Regierungsgebäude befindlichen Bureaux, durch das Post- und Telegraphenamt, durch die Gerichtshalle, bis endlich das Gefährte, welches mittlerweile für mich herbeigeholt worden war, — ein kleiner, mit einem Pony bespannter Gig — herankam, um mich zu dem neu errichteten Museum zu bringen. Auch hier wollte der Radscha alles nur im Lauf erledigen, doch fand ich in dem zwar kleinen, aber reichhaltigen Museum zu viel des Interessanten vor, um nicht die Schritte Brookes zu zügeln. Die Sammlung enthält nur aus Borneo selbst stammende naturwissenschaftliche und ethnographische Objekte: Orang-Utans, die ich sonach auf Borneo leider nur in ausgestopftem Zustand zu Gesicht bekommen sollte; die merkwürdigen Nasenaffen (Nasalis larvatus); Vertreter der anderen auf Borneo vorkommenden, nicht eben zahlreichen Säugetiere; eine reiche Kollektion Vögel und Schmetterlinge zahlreicher, prachtvoller Arten u. s. w.

Die bedeutendste Abteilung dieses Museums ist die ethnographische, welche nur von Dajaks herrührende Gegenstände in sich schließt. Der Geschmack und die Kunstfertigkeit, welche die Dajaks, ein in vieler Beziehung sehr tief stehender .Stamm, bei der Anfertigung und Verzierung von Waffen, Schmucksachen, Hausgeräten u. a. m. an den Tag zu legen wissen, ist staunenswert. Unter dem Material, das hier Verwendung gefunden hat, spielen Menschenhaare, Zähne, Knochen sowie ganze Menschenschädel eine hervorragende Rolle.
Von der Terrasse des Museums genießt man einen hübschen Überblick auf die Stadt, sieht die neu gebaute Kirche, das Palais des Bischofs, die netten, mitten im dichten Grün der Gärten gelegenen Landhäuser der wenigen in Kutsching wohnenden Europäer.

Bei der Rundfahrt lernte ich die musterhafte Ordnung und Reinlichkeit der Straßen kennen, überall zeigte sich, dass eine feste Hand und europäischer Kultursinn der angeborenen Trägheit und Indolenz der Bevölkerung steuert. Unleugbar hat das Haus Brooke während der kurzen Zeit seiner Herrschaft Hervorragendes geleistet; wie aber die Verhältnisse im Innern des Landes liegen und wie die Verwaltung dort funktioniert, konnte ich natürlich nicht beurteilen.

In kleinen Barken setzten wir über den Fluss, um die Residenz des Radschas zu erreichen, die am linken Ufer auf einem Hügel erbaut und von einem Park umgeben ist. Das Äußere des Gebäudes ist völlig schmucklos, und im Innern fand ich eine Anzahl kahler, verwahrloster Gemächer; die Möbel und die übrigen Einrichtungsgegenstände der Empfangshalle sowie des Speisesaales, zweier Räume, in denen uns eine moderige Atmosphäre entgegenwehte, machten den Eindruck, als würden sie selten benützt. Es ist meine Gewohnheit, in einem Haus oder Palais, das ich zum ersten Mal betrete, sofort alle Bilder zu besichtigen, wobei ich im stillen Schlüsse über den Charakter und die Passionen des Besitzers zu ziehen suche. Hier nun gab es wenig Bilder, und nur eines fesselte mich: ein lebensgroßes Porträt James Brookes, des Staatenbegründers, dessen kraftvolle, energische Züge völlig meiner Vorstellung entsprachen; dieser angenehme Eindruck wurde aber durch das Bild Garibaldis, welches in der Nähe hing, ganz verwischt.

In dem Fremdenzimmer, das mir der Sultan anwies, hatten die Motten an den Möbeln und an dem Bett argen Schaden angerichtet, so dass nur unsichere Urteile über die ehemalige Blüte dieser Einrichtungsstücke gebildet werden konnten; doch war es bei der waltenden Hitze immerhin angenehm, bis zu dem Lunch ausruhen zu können.

Der Lunch war nicht fürstlich zu nennen — der Hof von Sarawak führt eine nicht eben gute englische Küche, womit für jene alles gesagt ist, die je bei einem Sohn Albions gute englische Küche kennen gelernt haben und auch deren Produkte nicht als gastronomische Kunstleistungen betrachten. Der Hofkeller schien nicht reich versehen zu sein, da nur mir Champagner serviert wurde, während die übrigen Herren leer ausgingen. Nebst dem Sohn des Radschas, dem Thronfolger Charles Vyner Brooke und dessen Erzieher vervollständigte unseren Kreis — Ihre Hoheit die Sultanin weilt seit längerer Zeit in England — eine Lady, die gekommen war, um den Rennen, welche demnächst hier stattfinden sollen, beizuwohnen. Der Beitrag dieser Dame zur Konversation beschränkte sich auf die von Zeit zu Zeit zum besten gegebenen Worte „Yes“ und „No“, die sie mit keiner Bewegung, nicht einmal mit einer Wendung des Kopfes begleitete, und ich konnte daher, weil der Radscha etwas schwerhörig ist, überdies ausschließlich englisch gesprochen wurde, das Mahl in dem düsteren Speisesaal nicht zu den anregendsten geselligen Vergnügungen rechnen.

Vor meiner Abreise ließ der Radscha noch eine Kompanie seiner Truppen mit der Musikkapelle vor dem Palais ausrücken. Die reguläre Truppenmacht besteht aus 300 Mann. Es ist nicht zu leugnen, dass die Soldaten, die ich zu sehen bekam, einen sehr guten, wahrhaft militärischen Eindruck machen; sie sind mit weißen Leinwandröcken, die schwarz, nach ungarischer Art, verschnürt sind, und mit Hosen aus gleichem Stoffe sowie mit runden, schwarzen Mützen bekleidet und mit Snider Gewehren bewaffnet. Die Mannschaft rekrutiert sich ausschließlich aus den einheimischen Dajaks, die zwar von sehr kleiner Statur sind, sich aber gleichwohl durch Kraft, Ausdauer und Muth auszeichnen sollen. Die Kompanie salutierte, und die Musikkapelle — die Virtuosen waren Malayen — spielte unsere, offenbar im letzten Augenblick eingeübte Volkshymne, über deren ersten Teil die Künstler nicht hinauskamen, während eine in der Nähe postierte Batterie unzählige Schüsse abfeuerte. Dann nahm ich herzlichen Abschied von dem freundlichen Radscha und fuhr mit unserer Barkasse flussabwärts, was dank dem günstigen Ebbestrom so rasch ging, dass wir die 25 Seemeilen in 2,5 Stunden zurücklegten.

Im letzten Teil der Talfahrt erstand vor unseren Augen ein schönes Schauspiel, da die Sonne, im Untergang begriffen, ihre letzten leuchtenden Strahlen auf die regnenden Wolken eines aufsteigenden Gewitters warf und hiedurch eine ganze Reihe entzückend schön gefärbter Regenbogen erscheinen ließ.

An Bord der „Elisabeth“ wurde beschlossen, sofort die Anker zu lichten, direkt Singapur anzulaufen und erst von dort aus nach Bangkok zu steuern. Der Gedanke an einen abermaligen Aufenthalt in Singapur hatte für mich zwar wenig Entzückendes, doch war das neuerliche Anlaufen dieses Hafens durch eine Reihe von Gründen geboten: der Kohlenvorrat musste erneuert werden, was in Sarawak wegen Umständlichkeit der‘ Einschiffung und nicht entsprechender Qualität des Heizmaterials nicht tunlich war; ferner hatte sich das ethnographische und sonstige Material der Sammlungen so gehäuft, dass eine baldige Ausschiffung eines Teiles behufs Raumgewinnung geboten schien. Hauptsächlich war aber für das Anlaufen Singapurs maßgebend, dass wir in den in letzter Zeit berührten Häfen unbestimmte Gerüchte über Verwickelungen zwischen Frankreich und Siam vernommen hatten, worüber Klarheit gewonnen werden musste, damit die Reise nach Bangkok nicht unter dem Risiko erfolge, die Mündung des Menam blockiert zu finden.

Links

  • Ort: Kuching, Sarawak, Borneo
  • ANNO – am 10.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Der Veilchenfresser“, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

Cape Po to Kuching, 10 July 1893

As soon as the not really friendly morning had arrived, the barge with the gala boat in tow was ready, so that we set out up the Sarawak at the earliest moment possible in the company of the commander whom I had invited to come along.

The bay South of Po Point proved to be very shallow which forced us to make quite a detour before we reached the mouth of the Sarawak river between Muwarataha and Brook’s Point. The bay was full of fishing equipment which we recognized from Amboina: labyrinths made out of cane or bamboo with supervising seats for the fishermen.

The drive itself was not very interesting. The river is meandering in strong curves across a flat monotonous land between green walls of trees which contain neither beautiful palm trees nor other tall trunks. The only diversion offered to the keen eye were some small native villages whose huts had been erected on poles close to the shore. In front of them numerous children were mingling and playing in the mud or sand and looked curiously at the passing barge.

We met a considerable number of praus which were all awaiting the rush of the tide to continue their journey to Kuching. The difference between high and low tide and the upstream and downstream current caused by this are incredibly strong here and ease shipping considerably so that the onset of the tides sees whole flotillas of praus sail in close proximity. If these boats do not manage to complete the journey from the mouth to the city in one day, the anchor and await the next tide.

The closer we came to Kuching the narrower the meandering river became and more and more boats passed us by with oars or sail. Some of these were tightly packed with Chinese. As soon as we had passed the final turn of the river at Tanah Putik, Kuching presented itself to us as a long row of brick ovens, saw mills, huts and houses, all dominated by a glittering white fort with a signal tower on a small hill. Continuing further upstream one reaches the city, a strange mix of European and native buildings. The contrast between the modern and the Malayan architecture did not abruptly clash here but seemed from afar to combine into one picture that was quite pretty. Here another fort or better fortified barracks became visible whose lime-washed white walls were glittering while the glacis and the outer works were surrounded by park-like groups of trees and luxuriously growing green lawns.

On the left bank the residence of the sultan is towering, a building in villa style. On the right bank rise the public buildings, the court with the post office, the market hall, small barracks, the prison. The bank itself, however, is covered with Chinese houses and native huts. The dirt around these buildings, the numerous fishes laid out to dry and rot in the sun, as well as numerous disgusting garbage and supplies produced a penetrating quite malodorous smell. Numerous vehicles almost all with the flag of Sarawak were moored at the shore, among them a quite nice steam yacht belonging to the raja.

The first question we posed in English to the curious crowd after our landing was where the club house was which „Saida“ had found and praised during its visit of Kuching.  Our questions were quite insistent as we wanted to eat something first of all and refresh ourselves a bit before we turned to the other points of the day’s program. Unfortunately I received to my great consternation the answer that the club house had been recently sold and demolished but not yet replaced by a new structure. So we were left to walk across the fish market to the city to seek information there. Fortunately we soon met a blond son of Albion who was immediately willing to help us in finding orientation and lead us directly to a large building fronted by an open hall of pillars. In it were situated the court, the post office and other offices. In the hall stood peacefully all kinds of cannons, mostly of Chinese origin, on wooden pedestals. Here the British man presented us to the post master general of Sarawak who was wearing a tropical uniform and who, being informed about our name, rushed away to inform the raja about our arrival.

His Highness Sultan Charles Johnson Brooke was just presiding as a judge as a glance across the open hall of pillars showed. Besides the raja sat yawning judges in their upholstered leather chairs, stood claimants, defendant, witnesses, and thus we had the opportunity to watch a real session of „The Datus Court“. This supreme court of the territory in which the raja preside and only native dignitaries are able to speak and vote is the highest authority in all civil law affairs for the natives. The enquiry and decision of these matters is handled according to Sarawak’s customary laws.

The raja interrupted the court proceedings and appeared in front of me carrying a long staff as a external sign of his honor in his hand and surrounded by the dignitaries of his territory. Even though my visit to Kuching had been announced quite some time ago, my sudden unexpected arrival caused quite some astonishment. After a pause, the raja asked how he could be of service to me. His proposal to provide a life guard staffed by his people was not to my liking. My desire was simply to quench my hunger with better non-fluid food than the market of Kuching provided and then visit the city and undertake an expedition into the interior of the land the following morning in order to have a look at some real Dajaks and their villages and perhaps make the acquaintance of a still free Orang-Utan, this giant great ape.

We presented this program to the raja but its realization stood little chance. The raja agreed with pleasure to show me his residence but the expedition into the interior could not be organized as such an expedition required at least two weeks. It was unfortunately impossible for us to spend such a long time given the fixed journey and the approaching typhoon season in the Chinese sea. As far as the Dajaks were concerned I had to learn that the Dajaks in this territory had taken to the milder customs and their villages had lost much of their originality. A consequence of the approaching civilization even in the jungles of Borneo is the disappearance of the notorious pirates and head-hunters of the North-western Dajaks and their huts formerly very originally decorated with war trophies. As much as we saluted the progress of civilization, it was still disappointing for an ethnologist! Also the hunt for Orang-Utans had to be cancelled as these had seemingly been completely displaced from the surrounding areas of Kuching.1

In view of these not very pleasing messages I decided to return on board after visiting the city and thus hasten our arrival in Bangkok.

The sultan wanted to serve personally as my guide in his capital and residential city and started showing us the sights whereas he strangely started with the prison which seemed to catch his special governmental attention. It is located within a miniature fortress and unquestionably well maintained.

A tall, very slim man, the sultan walked at a fast pace despite being more than sixty years of age and despite the great heat which cost us many drops of sweat and made the sightseeing of some of the institutions rather superficial. We thus rushed through the government building offices, the post and telegraph office, through the courthouse until finally the carriage approached which had been ordered for me  — a small gig drawn by a pony — to transport me to the newly built museum. Here too the raja wanted to complete everything at a fast pace but I found too many interesting things in this small but very rich museum not to rein in Brooke’s speed. The collection only contains natural or ethnographic objects from Borneo itself: Orang-Utans which I unfortunately was to view on Borneo only in stuffed form. The strange proboscis monkeys (Nasalis larvatus); specimens of other on Borneo not really very numerous mammals; a rich collection of birds and butterflies of numerous gorgeous species etc.

The most important department of the museum was the ethnographic collection which contains only objects of the Dajaks. The taste and skill with which the Dajaks, a tribe that is in many aspects at a low level of development, produce and decorate weapons, jewelry and tools etc. is remarkable. As material they use human hair, teeth, bones as well as complete human skulls play an important role. From the museum terrace one has a nice view of the city, overlooking the newly built church, the palace of the bishop, the pretty country mansions of the few Europeans living in Kuching in the middle of green gardens.

During the sightseeing journey I noted the exemplary order and cleanliness of the roads. Everywhere there were signs of hard hand and a European sense of civilization that guided the sloth and indolence of the population. Without doubt, the house of Brooke had performed excellently during their short time of rule. As far as affairs were in the interior of the land and how the administration was working there I naturally could not assess.

In small barges we crossed the river to reach the raja’s residence which was built on a hill on the left bank and surrounded by a park. The exterior of the building was bare of any ornamentation. In the interior I found a number of bare, neglected rooms. The furniture and the other equipment in the reception and dining hall looked as if these two rooms with a moldy atmosphere were rarely used. It is a habit of mine to examine all the pictures in a house or palace I entered for the first time. From these I can secretly try to draw conclusions about the character and the passions of the owner. Here there were only a few pictures and only one caught my eye: a life-size portrait of James Brooke, the founder of the territory whose forceful energetic features fully matched my expectations. This agreeable impression, however, was completely destroyed by the picture of  Garibaldi that was displayed close by.

In the guest room the raja assigned to me, the moths had caused quite a bit of damage at the furniture and the bed so that only a very uncertain estimate could be made about the original splendor of the room’s equipment. But at least it was agreeable to rest there until lunchtime given the reigning heat.

The lunch could not be called princely — the court of Sarawak practised not really good English cooking which says about all there is to say about the cooking of one of the sons of Albion whose products can not be seen as culinary master works. The court wine cellar however did not seem well stocked as only I was served champaign while the other gentlemen received nothing. Besides the son of the raja, the heir apparent Charles Vyner Brooke and his educator completed our circle — Her Highness the Sultan has been for quite some time staying in England — there was a lady who had come to see the race that was soon to take place here. The lady’s contribution to the conversation was limited to the words „yes“ and „no“ now and then which she produced without any movement not even a turn of her head. As the raja was a bit hard of hearing and only English was spoken, I can hardly count the lunch in the dark dining hall among the most stimulating social experiences of my life.

Before my departure the raja had a company of his army assemble in front of the palace with a music band. The regular army consists of 300 men. I can not be denied that the soldiers who I inspected made a very good military impression. They were wearing white coats with black lacing in the Hungarian manner and pants made out of the same material as well as round black caps and were armed with Snider rifles. The men were all recruited from native Dajaks who were quite small in stature but were said to still distinguish themselves in strength, endurance and courage. The company saluted and the music band played our anthem — the virtuosi were Malays — apparently only practised at the last minute and the artists did not manage to play more than the first part while a battery nearby was firing countless shots. Then I took my heartfelt leave from the friendly raja and drove downstream with our barge which did not take long thanks to the favorable low tide so that we covered 25 sea miles in 2.5 hours.

During the last part of the journey down the valley a beautiful spectacle developed before my eyes as the sun was setting and sent its last shining rays onto the rain-filled clouds of an upcoming storm and thus produced a row of enticing beautifully colored rainbows.

On board of „Elisabeth“ it was decided to hoist anchors immediately and directly drive to Singapore and only from there steer towards Bangkok. The thought of another stay in Singapore was not very enticing to me but calling again at this harbor made sense out of a number of reasons: the coal stock had to be replenished which was not doable in Sarawak due to the loading difficulties and the inappropriate quality of the coal. Furthermore the ethnographic and other collections had grown so much that it was expedient and timely to send a part of it home to make space. The main reason for calling at Singapore was however that there had been undetermined rumours about entanglements between France and Siam. We had first to know more about this in order to eliminate the risk of travelling to Bangkok and find the mouth of the Menam blocked.

Vivarium in the Vienna Prater advertises the arrival of three new Orang-Utans in the Neue Freie Presse on 1 August 1892.

Vivarium in the Vienna Prater advertises the arrival of three new Orang-Utans in the Neue Freie Presse on 1 August 1892.

Links

  • Location: Kuching, Sarawak, Borneo
  • ANNO – on 10.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Der Veilchenfresser“. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.

  1. Franz Ferdinand might have seen an Orang-Utan in the ape and monkey building („Affenhaus“) in the Schönbrunn zoo or as a special attraction in the Vienna Prater, though the Neue Freie Presse reports that the Orang-Utan of the Prater Vivarium died in June 1891. 

In See nach Borneo — Cap Po, 9. Juli 1893

Um 4 Uhr morgens wurden die Anker gelichtet, und nun steuerten wir, gefolgt von einem kleinen Dampfer, der ebenfalls die finstere Nacht über gewartet hatte und jetzt in unserem Kielwasser einherfuhr, durch die Api-Passage, die Insel Merunduny auf 2,5 Seemeilen passierend.

Die Nordwestküste Borneos lag in unserer unmittelbaren Nähe und bot ein eigentümliches, von jenem der bisher gesehenen Inseln völlig verschiedenes Bild; denn längs der ganzen Küste und, soweit man sehen konnte, auch im Land selbst erheben sich aus tiefliegenden Ebenen unvermittelt Hügel und Bergketten, deren ein Teil von ansehnlicher Höhe und dabei zumeist von grotesker Gestalt ist. So hatten einzelne Berge die Form — um mich bei aller Rücksicht für die geologische Wissenschaft der kulinarischen Terminologie zu bedienen — eines „Gugelhupfs“, andere jene eines Zuckerhutes. Ein weiterer Teil der Höhenzüge erscheint, wie manche Bergketten der Alpen, als unregelmäßiges, mit steilen Lehnen und Wänden versehenes Bergland, dessen Teile keineswegs wie die Glieder einer regelrechten Kette aneinandergereiht oder auch nur durch gemeinsame Linienzüge verbunden sind, sondern so vereinzelt dastehen, als wären sie über die Fläche ausgestreut worden. Eine Luftspiegelung ließ an Stelle der niedrigen Küstenstriche überall Wasser erscheinen, so dass die Bergkolosse gleichsam aus dein Wasser hervortraten und wir ein wahres Wirrsal hochragender Inseln zu sehen vermeinten — ein ebenso malerisches als originelles Trugbild. Unter den Höhen, welche wir von der Fata Morgana umgaukelt sahen, ragten die Caps Datu und Sipang ganz besonders hervor.

Beide Caps liegen bereits im Gebiet des als souverän anerkannten, seit 1888 unter britischem Protektorat stehenden Sultanates Sarawak, welches 106.200 km2 mit 320.000 Einwohnern umfasst, wovon ungefähr die Hälfte Dajaks sind, während die übrigen zumeist anderen malayischen Stämmen angehören. Einen wichtigen Bruchteil der Bevölkerung bilden Chinesen, welche auch hier wieder den namhaften Handel und die Urproduktion beherrschen.

Das Reich von Sarawak ist zum großen Teil Alluvialland der zahlreichen, von der südlichen Grenze des Gebietes zur Küste strömenden Flüsse, worunter insbesondere der Rejang mit seinem reichverzweigten Delta, der breite Batang lupar und der Sarawak anzuführen sind, an dessen Westufer die Hauptstadt Sarawak oder Kutsching, wie sie auch genannt wird, liegt. An den Küstenstrich schließt sich mit Hügeln bedecktes Terrain, weiterhin gegen Süden erheben sich hochragende Gebirgszüge.

Sarawak wird seit 1868 von dem Sultan Charles Johnson Brooke, dem Neffen und Nachfolger des Radschas Sir James Brooke beherrscht; letzterer — ursprünglich im Dienst der Britisch-Ostindischen Kompanie — hatte als Erbe eines bedeutenden väterlichen Vermögens auf eigene Faust ein Schiff, die Yacht „Royalist“, ausgerüstet und war, seiner Abenteurer- und Unternehmungslust folgend, nach Borneo gesegelt, wo sich ihm ein günstiges Feld der Tätigkeit darbot. Der Sultan von Brunei hatte eben einen Aufstand, dort, wo sich jetzt das Reich Sarawak befindet, zu unterdrücken, ohne diese Aufgabe mit den eigenen Machtmitteln allein lösen zu können. James Brooke stellte nun sich selbst und seine Schiffsbemannung in den Dienst des Sultans, worauf der Aufstand bald gebrochen wurde. Doch war Brooke als praktisch denkender Engländer nicht geneigt gewesen, seine Hilfe unentgeltlich zu leihen; er verlangte und erhielt auch zum Lohn das Gebiet von Sarawak eingeräumt.

Nach geschickten politischen Intriguen und Winkelzügen wurde Brooke den 24. September 1841 feierlich zum Radscha von Sarawak oder Sindschawan ausgerufen und wusste durch Energie und kluges Handeln seine Herrschaft bald so zu befestigen, dass er ein verhältnismäßig mächtiger, ganz selbständiger Fürst wurde.

Seine vornehmste Sorge widmete er der Unterdrückung der Seeräuberei, die in den Gewässern um Borneo ungemein überhand genommen hatte, da die vielen Buchten und Flüsse des Landes den Hyänen des Meeres willkommene Schlupfwinkel darboten. Er organisierte eine kleine Armee nach englischem Muster, errichtete Schulen und öffentliche Gebäude, versuchte, so viel wie möglich, die äußerst wilden Dajaks, die Ureinwohner des Landes, welche der Sitte der Kopfjagd huldigten, zu zähmen, zu zivilisieren, und begünstigte, vom Streben geleitet, den Handel und die Bodenkultur Sarawaks zu fördern, vom Jahre 1850 ab die Einwanderung von Chinesen. Allerdings musste er später zu wiederholten Malen energisch gegen dieselben einschreiten, — im Jahre 1867 gab es hier sogar einen allgemeinen Aufstand wider die gelben Menschen — aber trotzdem blieb ihre Tätigkeit, ihr Handelsfleiß für Sarawak nach wie vor unentbehrlich.

Das Aufblühen des Sultanats veranlasste England, auch dieses bisher unumschränkte Staatswesen, obschon es einem Briten seine Entstehung verdankte und unter James Brooke, wie seit 1868 auch unter Charles Johnson Brooke, zu Großbritannien freundliche Beziehungen unterhalten hatte, in das Gebiet seiner Machtsphäre einzubeziehen. Vermöge dieser Aktion ist Sarawak im Jahre 1888 in friedlicher Weise dem englischen Protektorat unterstellt worden, wobei gleichzeitig vertragsmäßig fixiert wurde, dass das Reich des Brooke’schen Regentenhauses, im Falle des Aussterbens desselben als Kronkolonie an England überzugehen habe. Der präsumtive Erbe des jetzt regierenden Sultans ist dessen dermalen neunzehnjähriger Sohn Charles Vyner Brooke.

Kutsching, die Residenz des Sultans, bildete zwar unser eigentliches Reiseziel, wir gingen aber, da diese Stadt ungefähr 25 Seemeilen stromaufwärts von der Mündung des Sarawak-Flusses gelegen ist, der Kommandant dessen Fahrwasser als zu seicht für die „Elisabeth“ bezeichnete und kein Pilot zur Stelle war, um 2 Uhr nachmittags an der Niederung des Sarawaks unter dem Leuchtturm von Cap Po vor Anker. Der Punkt war malerisch gelegen, aber nichts regte sich, kein Pilot, kein Boot, kein Signal war zu sehen.

Wie nun erfahren, ob die Fahrt stromaufwärts, wenigstens bis zu der Kohlenstation, in der wir Heizmaterial einnehmen wollten, um nach Bangkok zu gelangen, möglich sei? Unsere Schiffe „Saida“ und „Nautilus“ waren seinerzeit allerdings den Fluss bis zu dem 15 Seemeilen stromaufwärts an dem Zusammenfluss des Sarawaks und des Quops gelegenen Ankerplatze Pindany hinaufgefahren, die viel tiefer tauchende „Elisabeth“ aber konnte dies lediglich an der Hand der Karte unmöglich wagen, weshalb denn beschlossen wurde, einen Kadetten zu dem Leuchtturm zu schicken, um allenfalls dort Erkundigungen einzuziehen, und den nächsten Morgen nur mit der Dampfbarkasse nach Kutsching zu fahren.

Wiewohl es schon ziemlich spät am Nachmittage war, ließ ich mich doch noch in einem Boot an das nahegelegene Ufer rudern, um die Vegetation näher zu besehen und allenfalls Vögel zu erlegen; denn sobald wir wo immer Land erblickten, überfiel mich stets aufs neue mein Sammel- und Forschungseifer, und in solchen Fällen hielt es mich nicht mehr an Bord.

Das Stückchen Borneo, das wir vor Augen hatten, war wirklich überaus anmutig, ja einer der Herren vom Stab verglich die Umrahmung der Bucht, die aufstrebenden Hügel und Berge, die Felsen, die wir sahen, mit der Umgebung des Gmundener Sees. Allein ich fand, obgleich stets geneigt, allerorten beim ersten Anblick das Schöne hervorzusuchen und anzuerkennen, den Vergleich der Landschaft, die wir hier überschauten, mit der vielgepriesenen Perle des oberösterreichischen Gebirges denn doch etwas kühn.

Der Leuchtturm liegt auf einem 150 m hohen Hügel, der steil in das Meer abfällt und von mächtigen, äußerst phantastisch geformten Felsen umgeben ist. Das Jahrtausende lang fortgesetzte Andringen der starken Flut und der Anprall der Brandung haben den Fuß der Felsen unterwaschen und eine zahlreiche Reihe von Höhlen und Grotten gebildet, an deren Wänden, hoch über dem Wasserspiegel, Mauerschwalben ihre Nester kunstreich befestigt hatten, während unter dem Niveau des Wassers Austern und andere Muscheln festsaßen. Auch weiterhin ziehen sich solche von den Flutwellen angenagte oder ausgehöhlte Felsen die Küste entlang, und hie und da springen kleine Buchten sowie Einschnitte landeinwärts, überall aber drängen sich in malerischer Weise Palmen, Farnbüschel sowie Nadelholz, das mich allerwärts anheimelt, zwischen den Felsblöcken und Steinen hervor. Wo die Felsen zurücktreten, machen sich Mangroven breit, deren hundertfach verzweigte, in das versumpfte Wasser tauchende Luftwurzeln abscheuliche, fast undurchdringliche, Myriaden von Mücken bergende Dickichte bilden.

Da mir d!er mangelhafte Zustand meiner Fußbekleidung — die Goiserner Nagelschuhe, welche ich mir hatte nachsenden lassen, reisten bereits seit fünf Monaten hinter mir drein und befanden sich zur Zeit in Sydney — das Erklettern der Felsen verwehrte, versuchte ich durch ein solches Mangrovedickicht zu dringen; doch zwangen mich die verpestete, von Miasmen geschwängerte Luft und das faulige Wasser, das Dickicht nach wenigen Schritten wieder zu verlassen. Mit Ausnahme der Moskitos, dieser kleinen, aber zumal heute äußerst lästigen Blutsauger, war hier die Fauna spärlich vertreten, und nur einige schön gefärbte Nectarinen huschten durch die Zweige, während allerlei Taschen- und Einsiedlerkrebse sich im Schlamm umhertummelten.

Außerstande hier das Land zu erreichen, umfuhr ich Po Point in südlicher Richtung und akquirierte bei dieser Gelegenheit von zwei Dajaks, welche in einem kleinen Boote herbeigerudert kamen, einige Fische, worauf ich an Bord zurückkehrte.

Der Kadet, den wir zu dem Leuchtturm gesandt, kam erst spät nach Sonnenuntergang an Bord zurück, da er geraume Zeit hindurch nach einem Aufstieg zum Leuchtturm hatte suchen müssen und hiebei irre gegangen war. Die Nachrichten, welche der Kadet brachte, waren nicht eben erfreulicher Art: er hatte versucht, sich mit Hilfe eines Wörterbuches mit den Leuchtturmwächtern, zwei eingeborenen Malayen, zu verständigen, aber nur so viel konstatiert, dass es hier keine Flusspiloten gebe und dass von Po Point aus mit Kutsching weder eine telegraphische, noch auch eine optische Verbindung bestehe — so mussten wir denn am nächsten Morgen stromaufwärts unbedingt selbst auf die Suche gehen.

Links

  • Ort: Cape Po, Sarawak, Borneo
  • ANNO – am 09.07.1893 in Österreichs Presse.
  • Das k.u.k. Hof-Burgtheater spielt „Der Störenfried“, während das k.u.k. Hof-Operntheater vom 1. Juni bis 19. Juli geschlossen bleibt.

At Sea to Borneo — Cape Po, 9 July 1893

At 4 o’clock in the morning the anchors were hoisted and we now steered through the Api passage passing the island of Merunduny at a distance of 2.5 sea miles, followed by a small steam boat that had also spent the dark night awaiting daylight and now used our wake.

The North-western coast of Borneo was very close to us and offered a strange image much different from the islands we have seen before: along the coast and also in the interior of the land, as far as one could see, there were low-lying plains out of which abruptly rose hills and mountain ridges some of which were of respectable height and mostly in grotesque shapes. Thus some mountains had the form — to use culinary terminology in spite of all deference shown to the science of geology —  of a „Gugelhupf“ others those of a sugar loaf. Other parts of the mountain ridges appear, like many Alpine mountain ranges, as an irregular mountain land with steep slopes and faces whose parts do not queue up as in a regular range or even are connected to a continuous ridge line but instead stand there alone as if they were dispersed over the area. A mirage made water appear in place of the low coastal areas so that the mountain giants rose as if they emerged out of the water and looked like a maze of tall islands — a picturesque and original illusion. Among the heights we saw produced by the mirage, Cape Datu and Sipang were especially conspicuous.

Both capes are already within the sultanate of Sarawak declared sovereign and since 1888 a British protectorate which contains 106.200 km2 with 320.000 inhabitants of which around half are Dajaks while the rest mostly are members of Malayan tribes. A tiny percentage of the population are Chinese who here too are controlling the considerable trade and agriculture.

The territory of Sarawak is to a large part alluvial land of the numerous rivers flowing from the Southern border of the region to the coast, among them especially notable are the Rejang with its highly branched estuary, the wide Batang lupar and the Sarawak on whose Western shore the capital Sarawak or Kutching is situated as it is also called. The coastal area is followed by a hilly terrain. In the South furthermore there are high mountain ranges.

Sarawak has been ruled since 1868 by Sultan Charles Johnson Brooke, the nephew and successor of raja Sir James Brooke. The latter — originally in the service of the British East India Company — had equipped a ship at his own cost, being a heir of a considerable fortune from his father, the yacht „Royalist“ and had sailed to Borneo seeking adventures and enterprises where he found a favorable terrain for his actions. The Sultan of Brunei had just subdued an insurrection in what is now the territory of Sarawak but could not complete the task with his own means. James Brooke now offered his services and that of the ship’s crew to the sultan and soon thereafter put down the insurrection. But Brooke as practically thinking Englishman was unwilling to provide his assistance for free. He demanded and received the territory of Sarawak as compensation.

After skillful political intrigues and scheming Brooke was festively declared raja of Sarawak or Sindjavan on 24 September 1841 and knew with energy and smart actions to consolidate his rule so that he became a relatively powerful, fully independent prince.

His most noble task was to eradicate piracy that was very common in the seas around Borneo as the many bays and rivers of the land offered most welcome hiding spots for the hyenas of the sea. He organized a small army in the English manner, built schools and public buildings and tried as well as possible to tame and civilize the wild Dajaks, the natives of the land who used to practice head-hunting. He favored the immigration of the Chinese in order to promote trade and agriculture in Sarawak starting in 1850. He had repeatedly to step in forcefully, however — in 1867, there even was a general insurrection against the yellow people — but still their contribution, their trading industry still remained irreplaceable for Sarawak.

The growth of the sultanate made England integrate this territory into its domain even though this hitherto independent state owed its existence to a British citizen and had friendly relations with Great Britain both under James Brooke, as well as under Charles Johnson Brooke since 1868. Due to this action, Sarawak was put under an English protectorate in 1888 in a peaceful manner. In a treaty it was stipulated that the territory should be turned into a crown colony of England in case the ruling house of Brooke became extinct. The heir presumptive of the governing sultant is his nineteen-year-old son Charles Vyner Brooke.

Kuching, the residence of the sultan, may have been our main destination, but we anchored at 2 o’clock in the afternoon at the mouth of the Sarawak below the lighthouse of Cape Po as the town was about 25 sea miles upstream of the Sarawak river and the commander considered the water too shallow for „Elisabeth“ and there was no pilot. The position was picturesque but nothing was moving, no pilot, no boat and no signal.

How could we now learn whether the drive upstream was possible, at least to the coaling station where we wanted to load coal to reach Bangkok? Our ships „Saida“ and „Nautilus“ used to drive up to 15 sea miles upstream to the confluence of Sarawak and Quops with the anchoring spot of Pindany. The much deeper bottomed „Elisabeth“ however could not dare to undertake this journey solely based on the maps. It thus was decided to send a cadet to the lighthouse to ask for information and then drive with the steam barge to Kuching the next day.

Even though it was already quite late in the afternoon I had myself rowed in a boat to the shore nearby to inspect the vegetation and if possible hunt some birds. Wherever I saw land, my urge to collect and research became overwhelming. And in such cases, I could not stay behind on board.

The piece of Borneo we saw was very beautiful. One of the gentlemen of the staff even compared the surrounding of the bay, the rising hills and mountains and rocks to the lake of Gmunden. But I found the comparison of this landscape with the much praised pearl of the Upper Austrian mountains too audacious despite my willingness at the first glance of something to seek and appreciate its beauty.

The lighthouse is on a 150 m high hill that drops steeply down to the sea and is surrounded by mighty and very fantastically formed rocks. The strong tides of thousands of years and the breaking waves had scoured the foot of the rocks and formed numerous caves and grottoes on whose walls, high above the water level, the common swifts had artfully attached their nests, while below the water surface oysters and other shells had taken up position. Furthermore still there are rocks gnawed and hollowed out by tidal waves along the coast and now and then small bays as well as insections jut out. Everywhere there are between the rocks and stones picturesque bunched palm trees, ferns as well as pinewood which everywhere reminds me of home. Where the rocks recede, there are plenty of mangroves whose hundreds of branched air roots dip into the swampy water and form horrible almost impenetrable thickets filled with myriads of mosquitoes.

As my deficient footwear — the nailed shoes from Goisern that I had sent for had been catching up to me for five months and were currently in Sydney — did not permit climbing the rocks, I tried to enter into the mangrove thicket. But the pestilential air full of miasmas and putrid water forced me after a few steps to go back. With the exception of mosquitoes, those small but especially today very annoying bloodsuckers, the fauna here was very sparse and only a few beautifully colored sunbirds scurried through the branches while all kinds of great and hermit crabs were mingling.

Having no chance to land here, I drove around Po Point in a Southern direction and using the opportunity bought some fishes from two Dajaks who rowed by in a small boat. I then returned on board.

The cadet we had sent to the lighthouse returned only after sunset on board as he spent much time looking for a way to ascend to the lighthouse and had lost his way. The messages the cadet brought with were not especially favorable: He had tried to communicate with the two lighthouse guards, two native Malays, with a dictionary but could only ascertain that there were no river pilots here and there was no telegraph or optical relay from Po Point to Kuching — thus we had to go and look upstream for ourselves the following morning.

Links

  • Location: Cape Po, Sarawak, Borneo
  • ANNO – on 09.07.1893 in Austria’s newspapers.
  • The k.u.k. Hof-Burgtheater is playing „Der Störenfried“. The k.u.k. Hof-Operntheater is closed from 1 June to 19 July.